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Kinderhüten während der Siebenschläfer-Party in Amriswil

Wenn die Siebenschläfer-Party steigt, verwandelt sich die Waldlichtung im Bilcheholz in eine grosse Open-Air-Disco. Die Siebenschläfer-Gruppe mag es jedoch gemächlicher und geniesst die Partystimmung aus der Ferne.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Die Siebenschläfer-Gruppe aus Muolen hat sich ausnahmsweise schon vor dem eigentlichen Anlass getroffen. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Die Siebenschläfer-Gruppe aus Muolen hat sich ausnahmsweise schon vor dem eigentlichen Anlass getroffen. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

«Wir freuen uns auf diesen Anlass. Das Datum ist schon längstens fix in unserer Agenda eingetragen», sagt Sepp Eigenmann. Am Samstagabend trifft sich die Siebenschläfer-Gruppe aus Muolen an einer idyllischen Grillstelle – ganz in der Nähe vom Wald Bilcheholz bei Hagenwil/Amriswil. Dort werden die zehn Personen, die der Gruppe angehören, ihr gemütliches Beisammensein geniessen. «Im Hintergrund die Background-Musik der Siebenschläfer-Party. Die gehört natürlich dazu», sind sich Karin und Sepp Eigenmann, Mitglieder der Siebenschläfer-Gruppe, einig.

Die Siebenschläfer-Gruppe Muolen wurde vor zwölf Jahren ins Leben gerufen. Die Idee sei spontan entstanden – fünf Ehepaare, die sich bereits kannten, hatten sich damals zusammengetan. Seither trifft sich die Gruppe immer an jenem Juli-Samstagabend, an dem die Siebenschläfer-Party stattfindet. Es sei ein ungezwungener Anlass, stets mit denselben Leuten. Und bis anhin hätte noch keines der Gruppenmitglieder jemals gefehlt. Der Gruppe gehören acht Leute aus Muolen an und zwei aus Häggenschwil. Es sei die ideale Gruppengrösse, denn mehr Personen hätten nicht Platz an einem Tisch, erklärt Sepp.

«Wir haben sogar unser eigenes Siebenschläfer-Lied», führt er aus. Sein Bruder Ruedi aus Häggenschwil, der stets sein Schwyzerörgeli mitbringe, habe eigens für den Anlass einen Song komponiert. Sepp lacht und beginnt das Siebenschläfer-Lied zu singen: «Wir sind Freunde und bleiben Freunde.»

Jedes Mitglied hat sein Ämtli

Die Gruppe lasse in privater Atmosphäre die alten Zeiten wieder aufleben. Denn früher hätten sie regelmässig am Freitagabend die Siebenschläfer-Party im Bilcheholz besucht, erzählt Karin Eigenmann. Doch dann sei plötzlich der Zeitpunkt gekommen, wo sie sich zu alt gefühlt hätten und ihnen die Party zu gross wurde. «Wenn man älter wird, feiert man lieber in einem kleineren Rahmen. Zudem sind wir Grosseltern geworden und dürfen jeweils am Siebenschläfer-Party-Freitag unsere Enkelkinder hüten. Schliesslich wollen unsere Jungen die Party im Bilcheholz auch besuchen.» Das sei der Hauptgrund, weshalb die Gruppe ihre Siebenschläfer-Zusammenkunft auf den Samstag angelegt hat.

Anfangs hätten Eigenmanns mit Flugblättern ihre acht Kollegen auf den Anlass aufmerksam gemacht. Inzwischen wisse jeder ganz genau, wann der Siebenschläfer-Höck stattfindet, und was es zu tun gibt. Mittlerweile habe jedes Gruppenmitglied sein Ämtli – beispielsweise sei jemand für das Holz und Entzünden des Feuers zuständig. Die anderen bringen dafür Getränke, Salate oder einen Dessert mit. Für das eigene Grillgut hingegen sei jeder selbst zuständig.

Und was geschieht, wenn es regnet? «Die Siebenschläfer-Gruppe trifft sich bei jedem Wetter an der Grillstelle – ausser es stürmt extrem», sagt Karin. Sie mag sich erinnern, dass das Treffen in das Haus ihrer Kollegen verlegt werden musste, weil es dermassen gestürmt hatte. Die Sicherheit habe höchste Priorität.

Und Gesprächsstoff gäbe es an diesem Abend immer genügend. Denn die Siebenschläfer-Gruppe treffe sich nur zweimal im Jahr. Die zweite inzwischen ebenfalls zur Tradition gewordene Zusammenkunft finde jeweils zwischen Weihnachten und Neujahr statt. An derselben Grillstelle wird dann Suppe gekocht und Glühwein getrunken. Je kälter der Winterabend, desto gemütlicher sei es am offenen Feuer, weiss Sepp. Doch vorerst freue sich die ganze Gruppe auf den Samstagabend, der hoffentlich schönes Sommerwetter bescheren wird.

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