Kinder sitzen auf dem Stuhl des Arboner Stadtpräsidenten

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums zur Kinderrechtskonvention wird die Veranstaltungsreihe "links to your rights" in Arbon durchgeführt. In diesem Rahmen haben am Mittwochnachmittag zwei Stadträte Kindern die Stadt erklärt.

Alessa Sprinz
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Die Kinder diktieren Michael Hohermuth und Didi Feuerle, wie sie die Stadt wahrnehmen.

Die Kinder diktieren Michael Hohermuth und Didi Feuerle, wie sie die Stadt wahrnehmen.

Bild: Donato Caspari

An der Wand im Arboner Ratssaal hängen viele bunte Zettel. Didi Feuerle, der Vizestadtpräsident, zeigt auf einen davon. «Bau/Umwelt» steht darauf. Das ist Feuerles Ressort. Er erzählt, was es beinhaltet. Danach übergibt er das Wort an Stadtrat Michael Hohermuth. Er ist fürs Ressort Soziales/Gesellschaft zuständig.

Als Einstieg sollen die 13 Kinder Begriffe aufzählen, die ihnen zur Stadt Arbon einfallen. Badi, Werkhof, Schule, Gericht, Stadthaus, Zoo. Die Begriffe werden auf Zettel geschrieben und an die Wand gehängt.

Stadträte erzählen von verschiedenen Ressorts

Bei seinem Ressort geht Feuerle speziell auf die Funktion des Werkhofs ein. Die Kinder teilen aufgeregt eigene Erfahrungen mit Abfall und toten Tieren am Strassenrand. Die Stadträte beleuchten abwechselnd die anderen Ressorts.

«Kann sich jemand etwas unter Freizeit, Sport und Liegenschaften vorstellen?», will Hohermuth wissen. Vereinzelt ist ein «Nein» zu hören. Der Stadtrat hilft auf die Sprünge: «Wer von euch ist in einem Sportverein?» Das Meer von Händen, das in die Höhe schiesst, gleicht einer Abstimmung an einer Landsgemeinde.

Bevor Feuerle zur Führung durchs Stadthaus übergeht, sollen die Kinder schätzen, wie viel die Arbeit der Stadtverwaltung in einem Jahr kostet. Die Vermutungen reichen von einem Franken über 5 Millionen bis hin zu einer Milliarde. Feuerle löst auf: Es sind 50 Millionen.

Die Stadträte hängen die Begriffe der Kinder an die magnetische Wand.

Die Stadträte hängen die Begriffe der Kinder an die magnetische Wand.

Donato Caspari

Die Kinder sitzen auf dem Stuhl des Stadtpräsidenten

Feuerle bringt die jungen Bürger in die Bauverwaltung im dritten Stock. Die Kinder scharen sich um ihn, als er nach dem Baugesuch Nummer 91 fragt. Die Pläne werden auf dem Boden ausgebreitet und von allen eingehend studiert. Gleich darauf geht es zum nächsten Highlight - das Büro des Stadtpräsidenten. Die Kinder freuen sich, als sie sich auf den Stuhl des Stadtpräsidenten setzen dürfen. Dominik Diezi lasse alle herzlich grüssen, sagt Feuerle.

Hohermuth führt die Gruppe als Nächstes ins nahe gelegene Amtshaus. Hier würde unter anderem auch der Ferienspass organisiert. Die Kinder zeigen begeistert auf die Poster an den Wänden. Es ist Werbung für die besagte Anlass-Reihe.

Anschliessend geht es die Strasse zum «Chappeli» hoch. Die Kinder interessieren sich sehr für die Malereien an der Steinwand. Feuerle erklärt, dass man sie nicht berühren sollte, sonst gingen sie kaputt. Zum Schluss laden die Stadträte zur Fragerunde und verabschieden die Kinder. «Am besten gefallen hat mir die Kapelle», sagt ein Junge.

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