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Kemmentaler Gemeindepräsident zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück

Walter Marty tritt Ende Juli nach 19 Jahren als Gemeindepräsident zurück und wird Gemeindeschreiber in Trüllikon. Vizepräsident Walter Ludwig übernimmt interimistisch die Leitung.
Nicole D'Orazio
Walter Marty ist noch bis Ende Juli Gemeindepräsident im Kemmental. (Bild: Mareycke Frehner)

Walter Marty ist noch bis Ende Juli Gemeindepräsident im Kemmental. (Bild: Mareycke Frehner)

Walter Marty zieht es nach Trüllikon. In der Gemeinde im Zürcher Weinland, die an Schlatt angrenzt, arbeitet er ab 1. August als Gemeindeschreiber. Seinen letzten Arbeitstag als Gemeindepräsident im Kemmental hat er am 26. Juli, wie er sagt. Mit seinem Rücktritt hatte Marty die Kemmentaler überrascht. Am Schluss der Gemeindeversammlung Ende Mai verkündete er seinen plötzlichen Abgang.

Im November letzten Jahres wurde er im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen im Amt bestätigt. «Im November war ein Rücktritt noch kein Thema und ich habe damit nun wohl alle kalt erwischt», sagt Marty.

«Nach so einer langen Zeit ist es aber sowieso schwierig, den richtigen Zeitpunkt für den Abschied zu finden.»

Er sei nun 57 Jahre alt und habe sich immer wieder Gedanken über seine berufliche Zukunft gemacht. «Ich bin seit 23 Jahren im Kemmental. Zuerst war ich Gemeindeschreiber, seit 19 Jahren leite ich das Präsidium.»

Die Ersatzwahl findet am 15. September statt

Der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Gemeindepräsident Walter Marty wird am 15. September 2019 gewählt. Der Kemmentaler Gemeinderat hat sich am vergangenen Montag erstmals in der neuen Legislatur getroffen und sich konstituiert. Dabei wurde das Datum für den ersten Wahlgang der Ersatzwahl festgelegt, wie die Gemeinde mitteilt. Walter Ludwig bleibt auch in der neuen Amtsperiode Vizepräsident. Er werde das Präsidium interimistisch übernehmen.

Das Thema Tiefenlager wird ihn beschäftigen

Als er dann das Inserat für die Stelle in Trüllikon gesehen hat, habe er sich einfach mal beworben. «Ich habe mir aber keine grossen Chancen ausgerechnet, vor allem wegen meines Alters», sagt Marty. «Doch es hat geklappt.» An der Stelle reize ihn, dass auch die Führung der Geschäftsstelle der Regionalkonferenz Zürich Nordost dazugehöre. Diese ist das Sprachrohr der Region im Rahmen des Sachplans Geologisches Tiefenlager. «Das ist natürlich ein spannendes Thema.»

Der Schritt ins zweite Glied, raus aus der Öffentlichkeit mache er bewusst, sagt der Altishauser. «Ich war 19 Jahre Gemeindepräsident, 13 Jahre Kantonsrat und Präsident der SVP Thurgau. Ich darf mich nun zurückziehen.» Natürlich schwinge dabei auch Wehmut mit. Doch er sei voll überzeugt, dass dies für ihn nun der richtige Schritt sei.

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