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Keine lässt die Steine besser übers Wasser hüpfen: Die Weltrekordhalterin ist Favoritin in Ermatingen

Am Sonntag finden am Untersee die Schweizer Meisterschaften im Steineschiefern statt. Weltrekordhalterin Nina Luginbühl geht bei den Frauen als absolute Favoritin an den Start.
Martina Eggenberger
Nina Luginbühl, 23, Weltrekordhalterin. (Bild: Reto Martin)

Nina Luginbühl, 23, Weltrekordhalterin. (Bild: Reto Martin)

Die 23-jährige Thurgauerin Nina Luginbühl ist Weltmeisterin und Weltrekordhalterin. Keine kann besser Steine schiefern als sie. In Ermatingen hat sie letztes Mal eine Weite von 74 Metern erreicht – mit 24 Hüpfern.

Mit welchem Ziel nehmen Sie an den diesjährigen Schweizer Meisterschaften teil?

Ich möchte gewinnen. Eine spezielle Weite habe ich mir nicht vorgenommen. Es kommt immer auf das Wetter an, was drin liegt.

Was denken Sie, wie weit sind Sie der Konkurrenz voraus?

Die nächstbesten Schweizer Frauen werfen ungefähr halb so weit wie ich. Vielleicht kann ich noch ein, zwei Bekannte, von denen ich weiss, dass sie auch weit werfen, zur Teilnahme motivieren.

Wie ist das eigentlich beim Steineschiefern? Wie zählen Weite und Hüpfer?

Beim Weltrekord geht es rein um die Weite. Ein Wurf ist gültig, wenn der Stein dreimal hüpft. Bei den Schweizer Meisterschaften zählen auch die Hüpfer. Aber auch hier ist die Weite wichtiger.

Ist der Untersee geeignet, um gute Weiten zu erreichen?

Ja, sehr. Hier habe ich den Weltrekord von 74 Metern erreicht. In Wales kam ich letzten Sommer nur auf 54 Meter. Immerhin hat das dann doch noch für den Guiness World Record gereicht.

Üben Sie viel?

Nein, überhaupt nicht! Ich nehme das Ganze auch nicht so ernst. Trotzdem: Im Wettkampf gebe ich dann schon alles.

Wieso sind Sie denn so gut?

Ich spiele ja leidenschaftlich Kanu-Polo. Von dieser Sportart habe ich die Kraft und die Technik. Das hilft mir auch beim Steine schiefern.

Wie wichtig ist der Stein?

Mit den perfekt flachen gegossenen Steinen kommt man am weitsten. Diese verwenden wir auch in Ermatingen. Bei der WM in Wales hatte ich die nicht dabei und musste mir vor Ort Steine suchen. Ich habe dann nicht die optimalen gefunden.

Ihre ganze Familie ist vom Sport angefressen. Bruder Thierry hat letztes Jahr gewonnen, Vater Peter war auch schon Sieger. Wer macht dieses Jahr mit?

Thierry kann leider nicht. Meine Mutter Doris hatte vor kurzem eine Operation, deshalb ist ihre Teilnahme ebenfalls unsicher. Aber mein Vater ist auf jeden Fall dabei.

Ihre Familie wurde letzten Sommer in der Sendung «SRF bi de Lüt» porträtiert. Wurden Sie oft darauf angesprochen?

Schon, ich wurde ab und zu erkannt und natürlich haben die meisten Verwandten und Bekannten die Sendung geschaut.

Sie sagen, ihre Familie habe schon immer geschiefert. Wie muss man sich das vorstellen?

Wir waren halt oft am Wasser, an der Thur. Und ich wollte mit meinem Vater und meinem Bruder mitziehen können.

Wie reagieren denn die Menschen, wenn sie von ihrem speziellen Hobby erfahren?

Die meisten finden es cool. Viele staunen einfach, was da möglich ist. Sie wissen gar nicht, dass es das Steineschiefern als Sport überhaupt gibt.

Wenn Sie die Schweizer Meisterschaften wieder gewinnen, dürfen Sie erneut an die WM. Würden Sie nach Schottland fahren?

Nein, das geht nicht. Ich beginne in wenigen Tagen eine Ausbildung in Basel und habe keine Zeit.

Hinweis

Die 6. Schweizer Meisterschaft im Steineschiefern findet am Sonntag, 30. Juni in der Badi Ermatingen statt. Mit am Start werden auch Cracks aus Wales und Holland sein. Das Training beginnt um 14.30 Uhr. Der Wettkampf beginnt um 16 Uhr. Mitmachen kann jedermann.

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