Die halbe Liga jagt Titelfavorit Volley Amriswil

Für die Volleyballsaison 2020/21 rüstete der Thurgauer NLA-Klub Amriswil mächtig auf. So, dass er als erster Anwärter auf den Meistertitel gilt. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Lausanne, Schönenwerd und vor allem Chênois haben ebenfalls starke Kader.

Bernhard Windler
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Björn Höhne (am Ball, im Testspiel gegen den deutschen Bundesligaklub Bühl) stiess im Sommer von Ligakonkurrent Lausanne zu Volley Amriswil.

Björn Höhne (am Ball, im Testspiel gegen den deutschen Bundesligaklub Bühl) stiess im Sommer von Ligakonkurrent Lausanne zu Volley Amriswil.

Mario Gaccioli

Wenn am Samstag um 18 Uhr mit der Partie Näfels gegen Amriswil die Volleyballsaison 2020/21 eröffnet wird, möchten die Glarner mit mehreren Neuzuzügen an alte Erfolge anknüpfen. Auf der anderen Netzseite startet auch Volley Amriswil mit zahlreichen Zuzügen in die NLA-Meisterschaft. Nur Diagonalangreifer Thomas Zass, die Mittespieler Georg Escher und Joel Maag sowie Libero Luca Müller blieben vom letztjährigen Team übrig. Neu dazugekommen sind mit Quentin Zeller (von Chênois), Björn Höhne (Lausanne) und Edvarts Buivids (Luzern) alle Aussenangreifer sowie die beiden Zuspieler Dima Filippov (aus Griechenland) und Mathis Jucker (Luzern). Der Mitteangreifer Radisa Stevanovic stiess von Lausanne zu den Thurgauern.

Amriswils Trainer Marko Klok sieht an der NLA-Spitze einen Vierkampf zwischen Amriswil, Lausanne, Chênois und Schönenwerd voraus. Der Holländer sagt:

«Wir stehen vor einer ausgeglichenen Saison.»

Alle Teams haben personalmässig aufgerüstet; dabei scheint nebst Amriswil der Genfer Vorortsverein Chênois am stärksten zugelangt zu haben. Die Romands müssen zwar den Wegzug des besten Schweizer NLA-Spielers der vergangenen Saison, Quentin Zeller, nach Amriswil verkraften, haben im Gegenzug aber den besten Spieler der Spielzeit 2018/19, Jovan Djokic, verpflichtet.

Zuzüge von Schönenwerd haben es in sich

An der Linie von Chênois steht neu Ratko Pavlicevic, der zweimalige Meistertrainer von Volley Amriswil. Auf der Position des Diagonalangreifers spielt bei den Genfern mit Strahinja Brzakovic der Topskorer der zweiten französischen Liga in der vergangenen Saison. Neue Mittespieler sind der Schweizer Internationale Karim Zerika (von Lausanne) und Dejan Radic (von Ajaccio/FRA). Schönenwerd vermeldete nur vier Neuzuzüge, aber die haben es in sich. Der Schweizer Internationale Reto Giger kehrt nach zwei Saisons in Polen und Estland zu seinem Stammverein zurück. Mit German Johansen wurde ein Argentinier für die Diagonalposition geholt. Auf Aussen spielt neben den beiden Schweizer Internationalen Leandro Gerber und Luca Ulrich neu der albanische Nationalspieler Redjo Koci. Ähnliche Situation in der Mitte: Neben den Schweizern Mischa von Burg und Christopher Frame spielt neu Shonari Hepburn von den Bahamas.

Kompletter Neuaufbau bei Lausanne UC

Lausanne hat fast das gesamte Team ausgewechselt. Der herausstechende Zuzug ist der Kanadier Robert Wojcik, der 2019/20 Stamm-Diagonalspieler bei Maaseik war, Amriswil diesjährigem Gegner in der Champions-League-Qualifikation. Aus Italien kommt Federico Rossatti, der mit Adrien Prével die Aussenpositionen abdeckt. Für die Mitte holte sich LUC aus Genf den 210-cm-Mann Edin Musabegovic und aus den USA Blake Leeson. Mit den beiden Zuspielern Reto Pfund und Peer Harksen sowie den Liberos Tim Ineichen und Sébastien Traimond hat das Team kein Problem, die Vorschrift von zwei Schweizer Spielern auf dem Feld zu erfüllen. Näfels, Luzern, Jona (mit Thomas Brändli und Nico Beeler) sowie Traktor Basel vervollständigen die NLA der Männer.

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