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«Keine Entschuldigung für Tierquälerei»: Der erste Animal Pride Kreuzlingen-Konstanz war bunt und politisch

Mit Liedern, Plakaten und kostümiert zogen rund 200 Demonstranten von Kreuzlingen nach Konstanz. «Go vegan!» skandierten sie. Aufregung gab es um ein Flugblatt gegen Tierschützer Erwin Kessler.
Judith Schuck
Der erste grenzüberschreitende «Animal Pride» bewegt sich über den Hauptzoll. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der erste grenzüberschreitende «Animal Pride» bewegt sich über den Hauptzoll. (Bild: Hanspeter Schiess)

Rund 200 Menschen starteten den bunten Zug auf dem Bärenplatz. Geschmack, Mode, Religion oder Forschung seien keine Entschuldigung für Tierquälerei, riefen die Tierschützer. Die erste Demonstration für Tierrechte in Kreuzlingen und Konstanz organisierte der Verein Animal Pride unter der Initiative der ehemaligen Christopher Street Day-Vorstände Stefan Baier und Christof Stelz. 2019 jähren sich die Auseinandersetzungen von 1969 in New York, bei denen sich Homosexuelle und Transmenschen gegen ihre Diskriminierung wehrten, zum fünfzigsten Mal.

Politische Kundgebung, kein Partyumzug

Während sich die CSD-Paraden in den vergangenen Jahren immer mehr zu Party-Zügen wandelten, blieben die Botschaften beim Animal Pride trotz einiger kostümierter Teilnehmenden politisch: «Wieso wird es von der Regierung gefördert, dass wir tierische Sekrete, also Milch, trinken?», fragte Stelz die Demonstrierenden und eine als Metzger verkleidete Frau schwang bedrohlich ihr Schlachterbeil. Klar setzten sich die Tierrechtler für ein Leben ohne tierische Produkte ein: «Wer Leid verhindern möchte, lebt vegan», stand auf einem Plakat des Schweizer Vereins gegen Tierfabriken (VgT).

(Bild: Hanspeter Schiess)(Bild: Hanspeter Schiess)
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20 Bilder

Für die Würde der Tiere auf die Strasse: Grenzüberschreitender «Animal Pride Day» von Kreuzlingen nach Konstanz

Demonstration gegen Erwin Kessler

Die Person des VgT-Gründers Erwin Kessler war bei dem friedlichen Fest, das nach der Kundgebung mit Musik, Vorträgen und veganem Essen im Palmengarten gefeiert wurde, Auslöser für eine Gegendemonstration: Eine handvoll Personen aus der Antifa-Szene verteilten auf dem Festgelände Flugblätter mit dem Titel «Mit Antisemitismus gegen Tierleid». Kessler, so das Flugblatt, bestreite Antisemit zu sein, aber er «verbreitet seit Jahren strittige Aussagen über Juden». Nachdem ihnen seitens der Animal Pride-Organisatoren das Verteilen der Flugblätter untersagt wurde, stellten sie sich mit einem Transparent gegen Antisemitismus auf und beriefen sich auf ihr Recht für Demonstrationsfreiheit. Tatsächlich ist Kessler, Schweizer Tierrechtler der ersten Stunde, für seine provokanten Aussagen bekannt.

Marianne Trüb von der Tierpartei Schweiz stellte sich wie die übrigen Organisationen gegen die Kritik an Erwin Kessler:

«Wir verfolgen alle dasselbe Ziel und kämpfen gegen alles, was Tieren schadet. Wir dürfen uns nicht zersplittern.»

Tierschutz aus allerlei Perspektiven

Die Animal-Pride-Demo blieb friedvoll. Viele Schweizer und Deutsche Organisationen beleuchteten das Thema Tierschutz aus unterschiedlichsten Perspektiven. «Ich bin sehr zufrieden», sagte Christof Stelz .

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