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Kein Wind, aber ein Fischrekord: Ermatingen feiert ein Fest auf der Stedi

Das traditionelle Segler- und Fischerfest feierte seinen 25. Geburtstag. Rund 2500 Leute kamen, sahen und verspeisten 450 Kilo Fisch.
Margrith Pfister-Kübler
Richard Angehrn, OK-Präsident und Präsident des Fischervereins Untersee, zeigt den feinen Fisch. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Richard Angehrn, OK-Präsident und Präsident des Fischervereins Untersee, zeigt den feinen Fisch. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Es fühlt sich an, als stünde man für das Konzert eines Weltstars an. Für Ermatinger Fischchnusperli oder einen Fischteller Schlangestehen gehört zum Segler- und Fischerfest dazu. Am Samstagabend ebenso wie am Sonntag um die Mittagszeit. Es mag schnellere Verpflegung geben, aber das Warten lohnt sich. «Das sind einfach die Besten», lacht eine Gruppe, die aus St. Gallen angereist ist. Wer hier ans Fest kommt, der hat hohe Erwartungen ans Essen. «Wunderbar. Und man trifft Leute, die man kennt», loben Regula und Fritz Plüer aus Triboltingen, die mit der Gondel vom See her gekommen sind. Die 15-jährigen Ermatinger Schülerinnen Shannon und Elena schwärmen: «Hier trifft man alle Kollegen mit ihren Familien.» Es ist ein Fest ohne laute Musik, hell und zur Begegnung gedacht. Die Leute können sich unterhalten, sich begegnen und einander in die Augen schauen. «Und wir haben den schönsten Sonnenuntergang», schwärmen Gemeindepräsident Martin Stuber und seine Frau Michèle. Selbst wenn der Wind für die Regatta ausbleibt und diese daher abgeblasen werden muss, so gelingt das Fest trotzdem. «Schon letztes Jahr haben wir einen Rekordverbrauch von 450 Kilo erreicht. Dieses Jahr erneut», zieht Richard Angehrn, OK-Präsident und Präsident vom Fischerverein Untersee, Bilanz. Peppi und Ursula Gloor aus dem St. Gallischen Engelburg erzählen, dass sie und Richard Angehrn einst als Drittklässler mit dem Velo von Gossau an den See bei der alten Badehütte in Rorschach gefahren sind zum Fischen. Das war vor 60 Jahren. «Richard hat uns das Fischen beigebracht», berichten die Gloors. Seither sind die Treffen am Untersee Kult geworden, haben bis heute noch gehalten.

70 Freiwillige arbeiten am Fest mit

Doch wie kam es zur Gründung des «Segler- und Fischerfests Ermatingen»? Einst luden die Segler zur Regatta, wo sie die Leute verpflegten. Die Fischer machten damals noch ihr eigenes Fest. «Irgendwann haben wir den Zusammenschluss vereinbart und so entstand vor 25 Jahren dieser gesellschaftliche Anlass», erklärt Angehrn auf dem Weg zu einem Arbeitseinsatz. Rund 70 Freiwillige arbeiten mit Herzblut mit. Fischbrötli mit Felchenmousse, Fischteller mit Hecht, Chretzer, Zander, Chnusperli oder Chnusperliteller, das sind die grossen kulinarischen Renner. Dazu gibt es Salate und Kuchen, welche die Frauen der Fischer und Segler zubereitet haben.
Margrith Pfister-Kübler kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

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