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Wäldinger haben kein Gehör für verdichtetes Bauen

Der Golfpark Lipperswil bekommt vorläufig keinen neuen Gestaltungsplan. Die Gemeindeversammlung Wäldi stimmte gegen die Änderung von Zonenplan und Baureglement.
Barbara Hettich
Wäldis Gemeindepräsident Adrian König und Achim Schlumberger, der als Gast erstmals an der Versammlung teilnahm. (Bild: Barbara Hettich)

Wäldis Gemeindepräsident Adrian König und Achim Schlumberger, der als Gast erstmals an der Versammlung teilnahm. (Bild: Barbara Hettich)

Für die Eigentümer des Golfparks Lipperswil stand bei der Gemeindeversammlung Wäldi am Freitagabend viel auf dem Spiel. Auf einem rund zweieinhalb Hektar grossen Areal zwischen Clubhaus und Illharterstrasse soll eine Überbauung mit 75 Wohneinheiten realisiert werden. Das Gebiet ist bereits Baugebiet und es gibt auch einen gültigen Gestaltungsplan, nur entspreche dieser nicht mehr den heutigen Anforderungen für einen haushälterischen Umgang mit Bauland, erklärte Gemeindepräsident Adrian König den 150 anwesenden Stimmberechtigten.

Um höher und dichter bauen zu können, sei in Zusammenarbeit mit dem Kanton ein neuer Gestaltungsplan erarbeitet worden. Dieser sieht vor, das Gebiet von der WG2- in die WG3-Zone umzuteilen. Weil der Golfplatz-Werkhof nicht in die geplante Überbauung passe, wolle man diesen über die Connylandstrasse verschieben. Dafür müsse die dafür benötigte Parzelle neu in die WG2-Zone umgeteilt werden.

Zahlreiche Votanten äusserten sich kritisch zur Vorlage und zeigten kein Verständnis, dass die Umzonung der anstehenden Revision der Ortsplanung vorgezogen werde. Mit 77 Nein zu 62 Ja bei 11 Enthaltungen lehnten die Stimmberechtigten den Antrag des Gemeinderats ab.

Alle Kreditanträge wurden genehmigt

Grossmehrheitlich genehmigte die Gemeindeversammlung den Kreditantrag über 470'000 Franken für den Neubau der Wasser-Transportleitung von Helsighausen bis Gunterswilen inklusive Messschacht sowie den Kreditantrag über 273'000 Franken für den Wasserleitungsbau Sonterswil - Weiherhof. Die Kosten für die beiden Projekte gehen vollumfänglich zu Lasten der Wasserrechnung der politischen Gemeinde Wäldi.

Ebenfalls mit grossem Mehr wurde das Budget 2019 mit einem prognostizierten Defizit von 108'927 Franken genehmigt. Die Berechnungen basieren auf einem Steuerfuss von neu 52 Prozent. Die Steuerfuss-Reduktion um drei Prozentpunkte sei verkraftbar, sagte der Gemeindepräsident. In den vergangenen Jahren habe die Steuerkraft erfreulich zugenommen. Und dank der positiven Rechnungsabschlüsse verfüge die Gemeinde über ein Eigenkapital von rund vier Millionen Franken. Grössere Projekte würden zudem nicht anstehen.

Ein Antrag einiger Initianten an den Gemeinderat, ein Konzept für Tempo-30-Zonen auf Gemeindestrassen zu erstellen, wurde klar mit 92 Nein zu 39 Ja-Stimmen abgelehnt.

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