Katholische Kirchgemeinde Bussnang diskutiert über Fusion mit drei anderen Gemeinden

An ihrer Jahresversammlung in der katholischen Kirche Bussnang befanden die 18 anwesenden Stimmbürger über das Budget 2021 und sprachen über die Zukunft der Kirchgemeinde.

Sabrina Bächi
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Die katholische Kirche St. Josef in Bussnang besticht durch ihr rundes Design. Erbaut wurde sie 1935.

Die katholische Kirche St. Josef in Bussnang besticht durch ihr rundes Design. Erbaut wurde sie 1935.

Bild: Donato Caspari (Bussnang, 17. Oktober, 2008)

Rund 18 Stimmberechtigte fanden am Montagabend den Weg in die katholische Kirche Bussnang zur Gemeindeversammlung. «Das sind etwa gleich viele wie sonst auch», sagt Ursula Fust, Präsidentin der Kirchgemeinde. Die Bürger durften über die Gemeinderechnung 2019, das Budget 2020 und das Budget 2021 abstimmen. Wegen Corona kamen gleich drei dieser Vorlagen zusammen.

Das Budget schliesst wegen grösserer baulicher Massnahmen im kommenden Jahr, wie etwa eine Kanalisationssanierung, mit einem Defizit von 62'400 Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 19 Prozent.

Die Fusion rückt näher

Der wichtigste Punkt an diesem Abend war wohl die Information zur angestrebten Fusion mit den drei Kirchgemeinde Leutmerken, Wertbühl und Schönholzerswilen. «Das Thema Fusion war schon ein paar Mal auf dem Tisch. Bisher aber nur mit Leutmerken», sagt Fust.

Grundsätzlich kam die Fusion positiv an. Kritische Fragen gab es, ob den Schönholzerswilen in diese Fusion passe, «es ist ja schon etwas weiter weg», sagt Fust. Man habe aber gemerkt, dass die Rothenhauser nahe an Wertbühl sind und die Wertbühler eng mit den Schönholzerswilern zusammenarbeiten. Leutmerken, als kleinste dieser vier Gemeinden, arbeite sowieso schon lange mit Bussnang zusammen.

Personeller Engpass ist einer der Gründe

«Ich habe die Projektleitung zur Fusion übernommen und wir alle werden versuchen, die Bevölkerung in diesen Prozess einzubinden. Etwa wenn es um einen neuen Namen geht.»

Es gebe einige Gründe, die für eine Fusion sprechen. Etwa die schwierige finanzielle Lage der kleinen Gemeinden oder wie in Bussnang das personelle Problem im Kirchenvorstand. Weiter beauftragten die Stimmbürger, den Vorstand einen Vorschlag auszuhandeln, ob die Gemeinde einen Teil ihres von Albin Deboni geerbten Landes an die Evangelische Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken verkaufen oder im Baurecht vergeben.