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Katholisch-Bischofszell und Katholisch-Sitterdorf steuern auf eine Fusion zu

Die seit zehn Jahren bestehende Idee einer Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinde Bischofszell und mit der Katholischen Kirchgemeinde Sitterdorf könnte unmittelbar bevorstehen. Die Entscheidung fällt nächste Woche an zwei ausserordentlichen Gemeindeversammlungen.
Georg Stelzner
Bea Vicentini, Präsidentin der Katholischen Kirchgemeinde Sitterdorf, und Thomas Diethelm, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Bischofszell, vor der Pelagiuskirche in Bischofszell. (Bild: Georg Stelzner)

Bea Vicentini, Präsidentin der Katholischen Kirchgemeinde Sitterdorf, und Thomas Diethelm, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Bischofszell, vor der Pelagiuskirche in Bischofszell. (Bild: Georg Stelzner)

Wächst hier zusammen, was zusammengehört? Zumindest die katholischen Kirchenvorsteherschaften von Bischofszell und Sitterdorf sind dieser Meinung. Sie ersuchen die Stimmberechtigten, den Vereinigungsvertrag zu genehmigen. Erarbeitet wurde dieser von einer Arbeitsgruppe, die aus je drei Mitgliedern der beiden Kirchenbehörden bestand. Geben die Gemeindeversammlungen nächste Woche grünes Licht, erlangt die neue Körperschaft, gebildet aus den bisherigen Katholischen Kirchgemeinden Bischofszell und Sitterdorf, auf den 1. Januar 2019 hin Rechtskraft.

Hierarchisches Denken hat keinen Platz

Damit würde eine Idee realisiert, die vor zehn Jahren erstmals diskutiert wurde, in der Folge aber an Vorbehalten auf Sitterdorfer Seite scheiterte. Ein wesentlicher Grund für die Bedenken sei die unterschiedliche Grösse der beiden Kirchgemeinden gewesen, erklärt Bea Vicentini, Präsidentin der Katholischen Kirchgemeinde Sitterdorf. «Das Gefühl, dass es zwischen Bischofszell und Sitterdorf ein Gefälle gibt, besteht heute nicht mehr», versichert Thomas Diethelm, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Bischofszell.

Stattdessen habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, «dass es zu beiderseitigem Nutzen ist, wenn wir Probleme gemeinsam angehen». Diethelm gibt auch zu bedenken, dass die beiden Behörden schon jetzt eine intensive Zusammenarbeit pflegten, besonders seit der Gründung des Pastoralraums Bischofsberg im Jahr 2014. Die Bildung einer gemeinsamen Kirchgemeinde sei deshalb sinnvoll.

Solide finanzielle Basis auf beiden Seiten

Laut Bea Vicentini hat die Schwierigkeit, für zwei zurücktretende Mitglieder der Sitterdorfer Kirchenbehörde eine Nachfolgeregelung zu finden, den Stein endgültig ins Rollen gebracht. An einer Informationsveranstaltung im vergangenen November sei dann deutlich geworden, dass eine Fusion nun auch von den Kirchbürgern grossmehrheitlich unterstützt wird.

Der Zusammenschluss hätte zur Folge, dass die künftige Kirchgemeinde und der bereits bestehende Pastoralraum ein identisches Gebiet abdecken würden, was insbesondere die Abläufe und die Angestelltenverhältnisse vereinfachen würde. Die Eigenständigkeit der drei Pfarreien und damit das ortsspezifische Pfarreileben bliebe erhalten. Ohnehin als unproblematisch erwiesen sich die finanziellen Verhältnisse: Beide Kirchgemeinden haben keine nenneswerten Schul- den, aber erhebliche Eigenmittel. Investitionen wären somit ohne Steuerfusserhöhung möglich.

Zwei Namen kommen in Frage

Noch ungeklärt ist Frage, wie die neue Gemeinde heissen würde. Die Kirchenbehörden schlagen «Katholische Kirchgemeinde Bischofszell» oder «Katholische Kirchgemeinde Bischofsberg» vor. Auch darüber werden die Stimmberechtigten entscheiden können. Diethelm betont, dass für ein Zustandekommen der Fusion die Zustimmung beider Gemeindeversammlungen nötig ist.

Ist das der Fall, dann findet im November eine konstituierende Versammlung statt, um die neue Behörde zu wählen und über das Budget und den Steuerfuss zu befinden. Allenfalls hätte diese Versammlung auch noch die Namensfrage abschliessend zu klären. «Wenn man die Kirche gern hat, tut man etwas, das ihr hilft», sagt Diethelm und meint damit zweifelsohne die Vereinigung der beiden Kirchgemeinden.

Am Donnerstag, 21. Juni, 20 Uhr, finden in der Pelagiuskirche Bischofszell und im Pfarreisaal Sitterdorf zeitgleich die ausserordentlichen Gemeindeversammlungen statt.

Zahlen zur geplanten Fusion

Die beiden Kirchgemeinden, die per 1. Januar 2019 zusammen- geschlossen werden sollen, sind unterschiedlich gross: In Katholisch-Bischofszell gibt es rund 2000 stimmberechtigte Kirchbürger, in Katholisch-Sitterdorf deren 580. Der seit dem 1. Dezember 2014 bestehende Pastoralraum Bischofsberg umfasst drei Pfarreien auf dem Gebiet der beiden Kirchgemeinden. Mit 3500 An-gehörigen ist die Bischofszeller St. Pelagiuspfarrei die grösste, gefolgt von Sitterdorf mit 880 und St. Pelagiberg mit 300. (st)

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