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Die SP Thurgau verliert einen Sitz im Grossen Rat

Peter Dransfeld wechselt von der SP zu den Grünen. Diese gewinnen damit einen Sitz im Grossen Rat und vermutlich im Verwaltungsrat des Elektrizitätswerks. Persönliche Gründe haben zum Wechsel geführt.
Larissa Flammer
Peter Dransfeld. (Bild: Donato Caspari)

Peter Dransfeld. (Bild: Donato Caspari)

Per 1. August wird Peter Dransfeld nicht mehr der SP angehören, sondern den Grünen. Sein Grossratsmandat behält er, womit die Sozialdemokraten neu nur noch 16 Kantonsräte stellen werden, die Grünen dafür deren 10.

Sonja Wiesmann, Fraktionspräsidentin SP. (Bild: Donato Caspari)

Sonja Wiesmann, Fraktionspräsidentin SP. (Bild: Donato Caspari)

SP-Fraktionspräsidentin Sonja Wiesmann ist darüber nicht gerade glücklich, sagt aber:

«In guten Gesprächen haben wir uns gemeinsam auf das vorliegende Szenario geeinigt.»

Kurz nach dem Versand der Medienmitteilung am Mittwoch war Dransfeld auf der Internetseite der SP bereits aus der Fraktionsliste entfernt.

Dransfeld betont auf Anfrage, dass es «keinen Streit und keinen konkreten Anlass» gab, der zum Parteiwechsel geführt hat. Es habe vereinzelt schwierige Situationen gegeben, die zum Teil aber schon länger zurückliegen. «Bei der nüchternen Bilanz über die vergangenen Jahre und der Arbeit über die Fraktionsgrenze hinweg habe ich gemerkt, dass ich mit der Grünen Partei grössere Übereinstimmungen habe», sagt der Ermatinger Architekt. «Und zwar bei der Kommunikation, dem Stil und den politischen Inhalten.» Er beabsichtigt, in gutem Kontakt mit der SP zu bleiben.

Unterschiedliche Meinungen

Dransfeld hat mehrfach andere Ansichten vertreten als seine Partei. Unter anderem gehörte er dem Komitee gegen den neuen Lehrplan an – die SP Thurgau wollte diesen einführen. Sonja Wiesmann sagt dazu: «Innerhalb der Fraktion müssen verschiedene Meinungen Platz haben, das macht es auch aus.»

Seine politischen Ziele will der Kantonsrat «in keiner Weise» ändern. Seine Überzeugungen habe er schon gehabt, als er vor sechs Jahren als Parteiloser gewählt wurde und er werde sie auch weiter vertreten.

Grüne sind offen für andere Positionen

Kurt Egger, Präsident der Grünen Thurgau. (Bild: Reto Martin)

Kurt Egger, Präsident der Grünen Thurgau. (Bild: Reto Martin)

Für Kurt Egger, Präsident der Grünen Thurgau, ist das in Ordnung. Bei den Kernthemen wie Umwelt, Verkehr und Naturschutz sei man gleicher Meinung. Solange dies der Fall sei, seien die Grünen bei anderen Themen offen für unterschiedliche Positionen. Egger sagt:

«Peter Dransfeld ist eine Bereicherung für uns. Ein guter Typ der schafft.»

Schliesslich müssten die Grünen die Arbeit in der Fraktion auf wenige Schultern verteilen.

Seinen Sitz im Vorstand des Thurgauer Elektrizitätswerks (EKT) will Dransfeld ebenfalls behalten. Die Wahl trifft jeweils der Regierungsrat. Es wäre das erste Mal, dass eine Nicht-Regierungspartei Einsitz in der EKT hätte. Egger, der sich selber schon für einen Sitz ins Spiel gebracht hatte, sagt: «Das wäre spannend und ein Pluspunkt für uns.» Wiesmann sagt: «Schön bleibt es wenigstens ein rot-grüner Sitz.»

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