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Kanton Thurgau und die Stadt Amriswil prüfen Synergien beim neuen kantonalen Werkhof

Am Wochenende haben die Stimmbürger einem Landabtausch zwischen Stadt und Kanton zugestimmt, damit dieser einen Werkhof bauen kann. Bis die Bagger im Schrofen auffahren, dauert es jedoch noch eine Weile.
Manuel Nagel
Auf dieser Wiese hinter der alten Käserei Schrofen (Bildmitte unten) soll in ein paar Jahren der neue kantonale Werkhof gebaut werden. (Bild: Reto Martin)

Auf dieser Wiese hinter der alten Käserei Schrofen (Bildmitte unten) soll in ein paar Jahren der neue kantonale Werkhof gebaut werden. (Bild: Reto Martin)

Die Kommunikation zwischen Stadtpräsident Martin Salvisberg und Kantonsingenieur Andy Heller war am Sonntag kurz aber eindeutig. «Hocherfreut» hätten sich beide gezeigt und sich dies gegenseitig geschrieben, sagt Heller, als das Ergebnis der Volksabstimmung feststand.

«Besonders die Deutlichkeit des Resultates hat mich sehr gefreut»

erzählt Kantonsingenieur Andy Heller. Bei einer Stimmbeteiligung von 39,9 Prozent lag der Ja-Stimmenanteil bei mehr als 82 Prozent. 527 Personen legten ein Nein in die Urne, doch 2427 stimmten für den Landabtausch zwischen Stadt und Kanton, damit dieser im Schrofen einen kantonalen Werkhof bauen kann.

«Offensichtlich ist das ein Vertrauensbeweis von der Bevölkerung gegenüber dem Kanton und der Stadt Amriswil»

sagt der Kantonsingenieur. Schliesslich sei es nicht selbstverständlich, dass man Gewerbe- und Industrieland für so ein Projekt zur Verfügung stelle.

Win-win-Situation für Stadt und Kanton

In diesem Falle, so Heller weiter, sei es jedoch eine Win-win-Situation gewesen, weil ja im Gegenzug die Stadt Amriswil vom Kanton nebst zwei Millionen Franken ebenfalls wieder Land bekommen habe, um es dem Gewerbe zur Verfügung zu stellen. Doch so schnell fahren die Bagger auf keinem der beiden Grundstücke auf. Gemäss Andy Heller werden nun erst einmal Diskussionen über die verschiedenen Bedürfnisse geführt. «In den kommenden Wochen werde ich dazu mit Martin Salvisberg zusammensitzen», sagt Heller. Denn auch beim alten Werkhof der Stadt an der St. Gallerstrasse besteht Handlungsbedarf.

Dass es einen grossen gemeinsamen Werkhof an der Peripherie der Stadt geben wird, ist jedoch unwahrscheinlich. Man müsse im Zentrum einen Standort haben, heisst es von Seiten der Stadt. Aber man will prüfen, ob gewisse Synergien sinnvoll sein könnten – wie etwa die gemeinsame Nutzung des Salzsilos.

Kantonsingenieur Andy Heller freut sich über die grosse Zustimmung der Amriswiler zum geplanten kantonalen Werkhof. (Bild: Manuel Nagel)

Kantonsingenieur Andy Heller freut sich über die grosse Zustimmung der Amriswiler zum geplanten kantonalen Werkhof. (Bild: Manuel Nagel)

Doch zuerst müssen all die betroffenen Grundstücke im Schrofen noch grundbuchamtlich verschrieben werden. Danach bereitet Heller die Botschaft an den Grossen Rat über das Projekt vor, welches im zweistelligen Millionenbereich liegen dürfte.

Das Kantonsparlament muss dann dieser Investition über das Strassenbaubudget abschliessend zustimmen. «Das wäre frühestens im Dezember 2019, allenfalls auch erst ein Jahr später», sagt Heller. Dann erst kommt die Detailplanung und das Einreichen der Baubewilligung. Es gehe mindestens noch zwei Jahre, bis dort gebaut werde, schätzt Heller. Die Bewohner der alten Käserei im Schrofen müssen also noch nicht so schnell ausziehen.

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