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Kandidaten auf Augenhöhe

Die Findungskommission der Gemeinde Märstetten hat ihre beiden Favoriten der Bevölkerung präsentiert. Die beiden SVP-Männer unterscheidet vor allem ihre Berufserfahrung und Herkunft.
Mario Testa
Die Präsidentin der Findungskommission, Sylvia Zwick, zwischen den beiden Kandidaten: Links Andreas Zuber, rechts Werner Scherer. (Bild: Mario Testa)

Die Präsidentin der Findungskommission, Sylvia Zwick, zwischen den beiden Kandidaten: Links Andreas Zuber, rechts Werner Scherer. (Bild: Mario Testa)

«Händ sie irgendwelchi Liiche im Chäller?» Die spannendste Frage des Abends kam gegen das Ende des Podiums aus dem Publikum. «Ich habe nichts zu verbergen. Mein Tun ist öffentlich, Sie können im Internet danach suchen», sagt Werner Scherer. Er ist einer von ursprünglich drei Kandidierenden um das Märstetter Gemeindepräsidium, welche die Findungskommission vorgeschlagen und am Dienstagabend in der Weitsicht vorgestellt hat. Der dritte Vorgeschlagene, Marcel Bayard, hat sich kurzfristig zurückgezogen, da er im Wallis ein neues Mandat antreten kann, wie Findungskommissionsvorsteherin Silvia Zwick sagt.

«Wir wollten optimalerweise und maximal drei Kandidaten auswählen, nun sind es noch zwei.» Ursprünglich hätten sie 14 Bewerber gehabt, sieben zum Vorstellungsgespräch eingeladen und dann vier Personen tiefer noch durchleuchtet. So seien drei Kandidaten geblieben. Auf Fragen von Moderatorin Christa Klein antworteten am Dienstagabend also die beiden SVP-Männer Andreas Zuber und Werner Scherer.

Viele Gemeinsamkeiten bei den Kandidaten

Der einheimische Zuber bringt als Ingenieur viel Berufserfahrung mit, ist Kantonsrat und Vereinsmensch. Der Aargauer Scherer ist bereits Gemeindepräsident in Killwangen, ebenfalls Kantonsrat und Kirchenpräsident. Die über 200 Besucher des Podiums lauschen ihren Aussagen gespannt. Viele Gemeinsamkeiten der beiden Kandidaten In den meisten Punkten nehmen sich die beiden Männer mitte 50 nicht viel.

Beide wollen bei einer Wahl mit offenen Ohren für die Bevölkerung, Teamgeist und Entscheidungsfreudigkeit das Amt ausüben. Fusionspläne hätten beide nicht für Märstetten, setzen lieber auf Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden. Unterschiedlich sehen sie ihre Doppelmandate als mögliche Gemeindepräsidenten und Kantonsräte. Während Scherer diesen «Spagat» nicht mehr will, empfindet es Zuber als Vorteil, im Kantonsrat mitzuwirken und früh an Informationen zu kommen.

Beide haben ihre Schwächen

«Der Single-Markt in Märstetten würde zulegen», sagt Moderatorin Christa Klein in Anspielung auf Werner Scherer, der einen erwachsenen Sohn aber keine Partnerin hat und bei einer Wahl nach Märstetten ziehen würde. Andreas Zuber ist verheiratet.

Auf die Frage aus dem Publikum, was sie den nicht gut könnten, kommen zurückhaltende Antworten der beiden Kandidaten. «In den Finanzen hab ich Aufholbedarf», sagt Andreas Zuber. «Ich weiss nicht viel über Steuern», sagt Werner Scherer. Den grössten Handlungsbedarf in Märstetten sieht er beim Streit um die Handyantennen und der Meisterung des demografischen Wandels, Andreas Zuber seinerseits bei der Infrastruktur. Mit Applaus werden beide Kandidaten nach dem gut einstündigen Podium verdankt.

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