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Kampfwahl ums Richteramt

Für den frei werdenden Sitz im Bezirksgericht Weinfelden stellen sich bislang zwei Kandidaten zur Verfügung. Für die SP geht Helene Pauli ins Rennen. Die CVP stellt Gerichtsschreiber Emmanuele Romano auf.
Sabrina Bächi
Weinfelden TG / Bezirksgericht in Weinfelden . Donato Caspari © TZ 20.11.2009

Weinfelden TG / Bezirksgericht in Weinfelden .

Donato Caspari © TZ 20.11.2009

Seit Freitag ist im Amtsblatt die freie Stelle im Bezirksgericht Weinfelden offiziell ausgeschrieben und bereits gestern sind zwei Kandidaten von zwei Parteien portiert worden. Zum einen will die CVP mit einem Kandidaten den Abgang ihrer CVP-Frau Barbara Bommer ersetzten. Zum anderen will die SP mit einer Frau das bürgerlich geprägte Bezirksgericht aufmischen.

Beide Kandidaten sind keine Unbekannten. SP-Frau Helene Pauli stellte sich bereits bei der vergangenen Wahl ins Bezirksgericht als Kandidatin zur Verfügung – unterlag jedoch. Beim zweiten Anlauf soll es nun klappen.

«Ich habe mich sehr über die Anfrage der Partei gefreut», sagt die 56-Jährige aus Hosenruck. Ihre Vorteile: viel Lebenserfahrung und einen breiten Erfahrungsschatz. «Ich war einst Untersuchungsrichterin, habe in der Privatwirtschaft gearbeitet und war auch schon Oberrichterin», sagt sie.

Zügig Entscheide fällen

Gut Zuhören und dann zügig entscheiden, sei sehr sehr wichtig, sagt Pauli. «Die schlimmsten Entscheide sind die, auf die man wartet. Das ist mühsam und wirtschaftsschädlich», sagt die Juristin.

Helene Pauli, Kandidatin der SP. (Bild: PD)

Helene Pauli, Kandidatin der SP. (Bild: PD)

«Der Mensch soll im Zentrum stehen. Deshalb bin ich auch Mitglied der SP geworden.»

Über eine Wahl würde sie sich sehr freuen, sagt die Juristin.

Fingerspitzengefühl ist gefordert

«Ich bin seit zehn Jahren Gerichtsschreiber, der Zeitpunkt dieses Amt zu übernehmen, ist ideal», sagt Emmanuele Romano. Er stellt sich als Kandidat der CVP zur Verfügung. Mitglied ist er bei der Partei indes noch nicht. Auch in den Bezirk Weinfelden müsste der 40-jährige Hefenhofer noch zügeln.

Wie seine Kontrahentin bringt auch er einen vollen Rucksack an Erfahrungen mit. Im Zivildienst arbeitete er unter anderem in einem Durchgangsheim für Flüchtlinge. «Es kommt nicht darauf an, woher der Mensch kommt. Wenn er Hilfe benötigt, sollte man ihm diese auch gewähren.» Sein grosser Vorteil:

Emmanuele Romano, CVP-Kandidat. (Bild: PD)

Emmanuele Romano, CVP-Kandidat. (Bild: PD)

«Als Gerichtsschreiber beim Bezirksgericht Weinfelden kenne ich die internen Abläufe und die Mitarbeiter.»

Er kenne die Arbeit der Richter, die ihn anspreche, da sie sehr vielseitig sei.

«Wir haben eine hohe Vergleichsquote, da ist Fingerspitzengefühl gefordert, um im Einzelfall eine gute Lösung zu finden», sagt er. «Mir ist wichtig, dass die Rechtssuchenden die Entscheide des Gerichts nachvollziehen können.» Bürgernah zu sein, sei bei so vielen Einzelfalllösungen entscheidend.

Die Bezirksrichterwahl findet am 23. September statt. Die Frist für weitere Kandidaturen läuft bis am 30. Juli.

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