Jungwacht-Blauring
Der Startschuss für das Kantonale Jubla-Treffen ist gefallen: Die Reise geht vom Emerzer Weiher bei Lengwil in den Wilden Westen

1000 Kinder und Jugendliche kommen Mitte Juli ins Kantonslager der Jungwacht-Blauring. Am Freitag fiel der Startschuss. Mit dabei war Regierungsrätin Carmen Haag, die das Engagement der Organisatoren lobte.

Judith Schuck
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Simon Tobler von der Jubla erklärt Regierungrsätin Carmen Haag, Ständerat Jakob Stark sowie den Präsidenten der Gastgeber-Gemeinden Ciril Schmidiger, Präsident von Lengwil, und Thomas Niederberger, Stadtpräsident Kreuzlingen, den Lageplan des Lagers.

Simon Tobler von der Jubla erklärt Regierungrsätin Carmen Haag, Ständerat Jakob Stark sowie den Präsidenten der Gastgeber-Gemeinden Ciril Schmidiger, Präsident von Lengwil, und Thomas Niederberger, Stadtpräsident Kreuzlingen, den Lageplan des Lagers.

Bild: Andrea Stalder (Kreuzlingen, 7. Mai 2021)

Regierungsrätin Carmen Haag sah im sonnigen Wetter am Freitagnachmittag ein gutes Omen für das diesjährige Kantonslager der Jungwacht-Blauring (Jubla). Schon jetzt wird mit rund 1000 Teilnehmenden gerechnet.

Bei einer Kick-off-Veranstaltung im Garten des Restaurant Seeburgs läuteten Organisationskomitee sowie Patrone und Sponsoren die Grossveranstaltung ein. Seit 2003 findet das Kantonslager alle sieben Jahre statt. Beim «Kala 21» versammeln sich vom 17. bis 24. Juli die 20 Thurgauer Scharen im Gebiet des Emerzer Weiher bei Lengwil.

Organisation und Durchführung eines solchen Lagers seien schon unter normalen Umständen eine Herausforderung, sagt Haag.

Regierungsrätin Carmen Haag spricht zu den Anwesenden im Seeburgpark in Kreuzlingen.

Regierungsrätin Carmen Haag spricht zu den Anwesenden im Seeburgpark in Kreuzlingen.

Bild: Andrea Stalder
«Aber mit Corona braucht es starke Nerven und Zuversicht.»

Gerade nach den Einschränkungen im Alltag gelte das Sommerlager für viele Kinder und Jugendliche als Höhepunkt. «Für mich ist ein Jubla-Lager Teil der Lebensschule. Ihr gestaltet dort Gemeinschaft», richtet sie sich an die Anwesenden des OK, darunter dessen Präsident Simon Tobler. Er sieht im «Kala 21» nach einer langen Jubla-Karriere sein Abschlussprojekt.

Erstmals werden Lebensmittel zentral besorgt

Um dem Coronaschutzkonzept gerecht zu werden, schlagen die Scharen ihre Zeltplätze dezentral auf. Ein Hauptlagerplatz am Weiher bietet eine Anlaufstelle, von der aus die komplexe Infrastruktur verwaltet wird. Im Gegensatz zu den Vorjahren wird die Lebensmittelversorgung, aber auch die Abfallentsorgung, über ein zentrales Beschaffungssystem geregelt.

«Früher musste jeder selbst schauen, wo er seine Lebensmittel herbekommt», sagt Jubla-Kantonsleiter Patrick Fritschi, im OK zuständig für die Werbung. Da sei es auch schon vorgekommen, dass die Läden in der Umgebung des Lagers leer gekauft wurden.

Neben diesem Aspekt spielt hier ausserdem der Nachhaltigkeitsgedanke mit. «Die meisten Produkte, die wir beziehen werden, sind regional», betonte Tobler.

Etwa so soll das Lager der Jubla aussehen.

Etwa so soll das Lager der Jubla aussehen.

Bild: Andrea Stalder

Die Scharen machen sich auf die Suche nach dem «Schuh des Jublatu»

Unter dem Motto «Wilder Westen – der Schuh des Jublatu» wird der Hauptplatz in die Welt der Cowboys und Indianer verwandelt. Dort ist ein Foodfestival geplant, bei dem die Teilnehmenden ihr Essen selbst zubereiten können. Selbst ein Radiocontainer soll aufgebaut werden. «Für das Lagerradio ­haben wir bereits eine Frequenz bestellt», erklärt Fritschi. Hier werden Lagernews, Interviews und Musik online gesendet.

Bereits jetzt gebe es rund 20 Prozent mehr Anmeldungen als sonst, berichtete Tobler, eine Tendenz, die sich schon im ­letzten Coronasommer zeigte. Durch die Erfahrungen des vergangenen Sommers seien die Jubla- Leiter alle schon mit dem Coronaschutzkonzept vertraut und erprobt.

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