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Jung und Alt spielen künftig im Gleichgewicht auf Weinfelder Spielplätzen

Die Stadt Weinfelden wertet zwei öffentliche Spielplätze auf. Gewisse Spielgeräte steuert der Gemeinnützige Frauenverein bei. Diese Geräte dienen sowohl den Kindern als auch den Seniorinnen und Senioren.
Mario Testa

Die Kombination «Oma und Enkel» ist häufig anzutreffen auf den Spielplätzen in Weinfelden. Während die Kinder rumtoben, bleibt den Seniorinnen und Senioren meist nur das Zuschauen vom Platz auf dem Bänkli aus. Das wird sich nun ändern in Weinfelden.

Im Zuge der Sanierung des Spielplatzes an der Nollenstrasse und der Erweiterung desjenigen an der Wilerstrasse kommen neue Spielgeräte auf die Plätze, welche auch für Seniorinnen und Senioren gedacht sind. Die entsprechenden Baugesuche – die Sanierung des Spielplatzes an der Nollenstrasse und die Geräteerweiterung beim Spielplatz Wilerstrasse – hat die Stadt Weinfelden vergangene Woche aufgelegt.

«Auf dem Spielplatz an der Nollenstrasse müssen wir Gerätschaften abbrechen. Das Holz ist verfault»

Thomas Gimmi, Sachbearbeiter auf dem Bauamt Weinfelden.(Bild: Mario Testa)

Thomas Gimmi, Sachbearbeiter auf dem Bauamt Weinfelden.
(Bild: Mario Testa)

sagt Thomas Gimmi, der zuständige Sachbearbeiter auf dem Bauamt Weinfelden. «Die Seilbahn mit Startrampe ersetzen wir, der Spielhügel bleibt. Dazu gibt es neu einen Kletterturm in der Mitte des Parks und eine neue Schaukelanlage.» Ein Sitzbagger im Sandkasten und eine Installation namens «Partnertanz» ergänzen den Spielplatz.

Gutes Training zur Prävention von Stürzen

Diesen «Partnertanz» verdankt die Stadt dem Gemeinnützigen Frauenverein Weinfelden. «Es ist ein Generationen-Spielgerät», sagt Vreni Koch, Präsidentin des Frauenvereins.

«Auf dem Bänkli sitzen, während die Enkel herumtoben, ist ja schön, aber miteinander Spielen ist noch schöner.»

Vreni Koch, Präsident Gemeinnütziger Frauenverein Weinfelden. (Bild: PD)

Vreni Koch, Präsident Gemeinnütziger Frauenverein Weinfelden. (Bild: PD)

An einer Tagung in Basel haben Koch und ihre Kollegin von Spielgeräten erfahren, die für Jung und Alt gedacht sind und vor allem den Gleichgewichtssinn trainieren. «Ein gutes Gleichgewicht ist gerade für ältere Menschen sehr wichtig. Mit diesen Spielgeräten können sie diesen Sinn trainieren, betreiben so Prävention gegen Stürze – und haben erst noch Spass dabei.»

Auch für den Spielplatz an der Wilerstrasse sponsert der Frauenverein ein neues Gerät, ein Balancierparcour. «Wir haben solche Geräte in einem Park in Basel bereits ausprobieren können und waren begeistert», sagt Vreni Koch.

Das Geld für die Gerätschaften auf den Spielplätzen hat der Frauenverein mit einem Entscheid an der Generalversammlung 2018 erhalten. «Wir haben damals beschlossen, aus dem Dachverband der Schweizerischen Gemeinnützigen Frauen auszutreten. In diesem Zusammenhang haben wir auch ein Darlehen zurückbekommen. Ein Teil dieses Geldes investieren wir nun in die Spielplätze.»

Der Spielplatz an der Wilerstrasse in Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Der Spielplatz an der Wilerstrasse in Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Der Balancierparcour entsteht neben den bestehenden Geräten, wie Thomas Gimmi sagt: «Er entsteht östlich der bestehenden Anlage. Die dortige Wiese wird jedoch kaum beeinträchtigt werden. Sie soll frei bleiben, damit die Kinder weiterhin Fussball spielen und herumrennen können.»

Aufmerksamkeit für den Verein

Vreni Koch hofft, dass dank des Sponsorings auch jüngere Frauen auf den Gemeinnützigen Frauenverein aufmerksam werden. «Wir sind immer froh um junge Mitglieder. Vielleicht nimmt es ein junges Mami ja wunder, was der Frauenverein sonst noch macht und kommt mal vorbei», sagt die Präsidentin, die dem Verein seit vier Jahren vorsteht.

«Die Spielgeräte sind jedoch in erster Linie ein Dienst an der Bevölkerung und der Jugend.»

An der Einweihung der Spielgeräte wird der Frauenverein der Stadt den Check mit ihrem Beitrag überreichen.

Wann die Einweihung stattfinden kann, ist laut Thomas Gimmi noch offen. «Die Baugesuche liegen derzeit noch auf. Wenn alles gut läuft, können wir noch im Spätherbst mit den Arbeiten beginnen», sagt er. Auf dem Spielplatz an der Nollenstrasse soll im Frühling dann auch noch eine WC-Anlage gebaut werden. «Es gibt eine Kompotoi. Da ist alles biologisch abbaubar, es braucht kein Wasser und keine Chemie, gespült wird mit Holzschnitzeln.»

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