Jugendmusik Kreuzlingen verteidigt den Titel

Das Orchester wird Schweizer Meister in zwei Kategorien und geht als Festsiegerin des «Eidgenössischen» hervor.

Martina Eggenberger Lenz
Merken
Drucken
Teilen
Die Jugendmusik bei einem ihrer Auftritte in Burgdorf. (Bild: PD)

Die Jugendmusik bei einem ihrer Auftritte in Burgdorf. (Bild: PD)

Die Fahrt nach Burgdorf hat sich für die Jugendmusik Kreuzlingen am Wochenende mehr als gelohnt. Zum Jugendmusikfest angetreten war sie mit der nicht ganz einfachen Mission, den Titel zu verteidigen. Anders als 2013 gab es in der Höchstklasse dieses Mal Konkurrenz.

Doch am Ende konnte sich das Orchester von Stefan Roth durchsetzen. So gab es in der Kategorie Konzertmusik Harmonie stolze 96 Punkte und damit Gold für die herausragende Leistung und in der Kategorie Parademusik 93.66 Punkte und den Sieg.

Nach der Pizza folgt der Blick nach vorne

Das Schweizer Jugendmusikfest findet in der Regel alle fünf Jahre statt. Es ist der wichtigste Wettbewerb für junge Blasorchester. «Der Sieg am Eidgenössischen ist das Grösste. Das ist bei uns so wie bei den Schwingern», sagt Dirigent Roth. Wer gewinnen will, muss an sich arbeiten. «Die Jugendlichen üben zu Hause wirklich viel», erzählt der Leiter. Dazu kommen die wöchentliche Probe, die jeweils zweieinhalb Stunden dauert, und vor dem Fest zusätzlich Probewochenenden. Dass die JMK als Titelverteidigerin antreten durfte, machte die Sache nicht einfach.

«Es ist schon brutal, wie schnell der Erfolg zur Gewohnheit wird. Das setzt natürlich Druck auf.»
Stefan Roth, Dirigent. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Stefan Roth, Dirigent. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Dabei war nur ein Fünftel des Orchesters beim letzten Erfolg vor sechs Jahren mit dabei. «Man muss bedenken, dass wir ein sehr junges Durchschnittsalter haben. Auch von unseren 14-Jährigen wird erwartet, dass ihnen alles gelingt», meint Roth. Hilfreich sei da jeweils der gute Teamgeist.

Seine Gruppe sei extrem stolz auf die Leistung, aber mit dem nötigen Respekt vor jener der Konkurrenz. Es sei sehr eng an der Spitze. Gefeiert wird nun intern mit einer kleinen Party mit Pizza und Mineral. Rund zehn Mitglieder werden das Orchester altershalber verlassen. «Nach dem Fest ist für uns vor dem Fest. Das nächste ist in St. Gallen. Da wollen wir als Ostschweizer natürlich ganz vorne mitmischen.»