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Jugendliche planten Schlägerei am Bahnhof Erlen +++ Polizei verhinderte Aufeinanderprallen der zwei Gruppen +++ Aufruf auf Social Media nicht ausgeschlossen

Die Kantonspolizei Thurgau hatte am Freitagabend in Erlen einen schweren Raufhandel Jugendlicher verhindert. Über 50 Personen wurden kontrolliert. Ein Jugendlicher mit einer Softair-Waffe wurde bei der Jugendanwaltschaft angezeigt. Die Kantonspolizei schliesst einen Aufruf zur Schlägerei auf Social Media nicht aus.

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Die Polizei konnte die Jugendlichen von der geplanten Schlägerei abhalten. (Bilder: BRK News)

Die Polizei konnte die Jugendlichen von der geplanten Schlägerei abhalten. (Bilder: BRK News)

(chs/bro) Die genauen Umstände der geplanten Schlägerei am Bahnhof Erlen bleiben am Montag nach wie vor unklar. «Wir wissen nicht, woher sich die beiden Gruppen kannten, und warum sie sich am Bahnhof Erlen prügeln wollten», sagt Michael Roth, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, auf Anfrage. Roth sagt:

«Ich schliesse aber nicht aus, dass auf Social Media zur Schlägerei aufgerufen wurde.»
Michael Roth, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. (Bild: pd)

Michael Roth, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. (Bild: pd)

Nach einem Anruf einer Drittperson konnte die Kantonspolizei gemäss Roth die geplante Schlägerei am Bahnhof Erlen verhindern. Roth sagt:

«Wenn nichts Strafbares vorgefallen ist, ermittelt die Polizei nicht weiter.»

Darum werde es für die Beteiligten aus polizeilicher Sicht keine weiteren Konsequenzen geben. Mit Ausnahme des Verstosses gegen das Waffengesetz durch einen Jugendlichen, der bei der Kontrolle eine Softair-Waffe bei sich hatte, ergänzt Roth.

Rund gewaltbereite Jugendliche am Bahnhof Erlen

Am späten Freitagnachmittag war bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung eingegangen, dass sich zwei Gruppen von Jugendlichen für den Abend auf dem Bahnhof Erlen zu einer Schlägerei verabredet hätten. Die Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau trafen am Bahnhof eine wachsende Zahl Jugendlicher an; bis 20.30 waren es rund 40 Personen.

Abklärungen der Kantonspolizei hatten ergeben, dass knapp 40 Jugendliche aus Romanshorn und Amriswil mit dem Regionalzug unterwegs nach Erlen waren. Die Einsatzkräfte entschieden, beim Halt des Zuges in Erlen die Türen zu blockieren, so dass nur Unbeteiligte den Zug verlassen konnten. Wie es in der Mitteilung der Kantonspolizei am Samstag hiess, konnte ein Aufeinandertreffen der beiden aggressiv gestimmten Gruppen so verhindert werden.

Jugendlicher mit Softair-Waffe angezeigt

Die Jugendlichen aus dem Oberthurgau verliessen den Zug beim nächsten Halt in Sulgen, wo sie von Einsatzkräften der Kantonspolizei und des Grenzwachtkorps in Empfang genommen und kontrolliert wurden. Auch von den Jugendlichen in Erlen wurden die Personalien aufgenommen. Ein 15-jähriger, der eine Softair-Waffe bei sich trug, wurde bei der Jugendanwaltschaft angezeigt.