Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Jugendliche gehen in Amlikon mit dem Segelflieger in die Luft

Der Kanton Thurgau führt diese Woche das Jugendsportcamp Segelfliegen auf dem Flugplatz in Amlikon durch. Von den aktuellen Turbulenzen bei der Skyguide ist das Jugendsportcamp nicht betroffen.
Mario Testa
Der eine Segelflieger steht zum Start bereit, ein anderer setzt in diesem Moment zur Landung an. (Bild: Mario Testa)

Der eine Segelflieger steht zum Start bereit, ein anderer setzt in diesem Moment zur Landung an. (Bild: Mario Testa)

Im Viertelstundentakt brummte die vergangenen zwei Tage ein Motorflugzeug über den Mittelthurgau. In seinem Schlepptau jeweils ein Segelflieger. In den zweisitzigen AKS21 sitzt nebst einem erfahrenen Piloten immer auch ein Teilnehmer des Jugendsportcamps Segelfliegen, der diese Woche in Amlikon durchgeführt wird.

«Wir verbringen mit den Teilnehmern fünf Tage hier auf dem Flugplatz»

sagt Pilot und Organisator Ernst Oettli. «Die Jugendlichen fliegen tagsüber, machen auch Sport und übernachten in den Wohnwagen auf unserem Campingplatz.»

Das Jugendsportcamp bietet das Sportamt des Kantons Thurgau an, durchgeführt wird es von der Segelfluggruppe Cumulus. «Wir sind Dienstleister für den Kanton», sagt Ernst Oettli. «Es ist bereits das neunte Mal, das wir dieses Camp bei uns in Amlikon durchführen dürfen.»

Teilnahme nur bei grosser Motivation

Zwei junge Frauen und acht junge Männer nehmen am Jugendsportcamp teil. «Es haben sich 13 Jugendliche fürs Camp beworben. Es gab dann einen Infoabend und die Interessierten mussten ein Motivationsschreiben verfassen, weshalb sie gern dabei wären. So blieben zum Schluss die zehn Teilnehmenden», sagt Oettli.

Einer von ihnen ist der 15-jährige Alejandro Sanchez aus Scherzingen. «Mein Traumberuf ist Pilot. Vor meinem ersten Flug bin ich schon etwas nervös, Angst habe ich aber keine», sagt er. «Das Lager macht auf alle Fälle Spass, wir verstehen uns gut.»

Anne Zuleeg, Campteilnehmerin

Anne Zuleeg, Campteilnehmerin

Auch die gleichaltrige Anne Zuleeg, die bis vor kurzem in Märstetten wohnte, gefällt’s in der Gruppe. Für sie ist das Fliegen jedoch nichts Neues. «Ich bin früher schon mal mitgeflogen und durfte den Segelflieger bereits einmal steuern. Ich finde das so cool, aber Pilotin werden will ich nicht», sagt sie.

Kein Verständnis für Urteil gegen Fluglotsen

Kurz vor dem Jugendsportcamp sorgte eine Meldung des Bundesgerichts in Bellinzona für Aufregung im Lager der Segelflieger. Es verurteilte einen Fluglotsen der Skyguide wegen fahrlässiger Störung des Flugverkehrs. Der Mann hatte eine Annäherung zweier Flugzeuge verantwortet und dies gemeldet. Der Vorfall wurde untersucht und nun in letzter Instanz der Schuldspruch bestätigt.

Fliegerei ist Teamwork: Die Jugendlichen schieben eines der Flugzeuge zum Start an den Anfang der Graspiste von Amlikon. (Bild: Mario Testa)

Fliegerei ist Teamwork: Die Jugendlichen schieben eines der Flugzeuge zum Start an den Anfang der Graspiste von Amlikon. (Bild: Mario Testa)

Ernst Oettli kritisiert diesen Entscheid, auch wenn der Flugplatz Amlikon davon nicht direkt betroffen ist.

«In der Fliegerei gilt der Grundsatz, dass man Fehler offen zugibt und meldet, eine sogenannte ‹Just Culture›. So können andere aus den Fehlern lernen»

sagt er. «Wenn es aber darauf hinausläuft, dass man dann verurteilt wird, obwohl keine Schaden entstanden ist, führt das dazu, dass Fehler nicht mehr gemeldet werden. Das wäre sehr schlecht.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.