ERLEN

Jubiläumsfest fällt Coronapandemie zum Opfer: Gefeiert wird erst der Dreissiger

Erlens Stimmbürger heissen an der Gemeindeversammlung das Budget 2021 oppositionslos gut. Der Steuerfuss wird auf dem bisherigen Niveau von 52 Prozent belassen.

Monika Wick
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Gemeindepräsident Thomas Bosshard leitet die Versammlung in der Aachtalhalle.

Gemeindepräsident Thomas Bosshard leitet die Versammlung in der Aachtalhalle.

Bild: Monika Wick (Erlen, 26. November 2020)

98 Stimmberechtigte (4,5 Prozent) konnte Gemeindepräsident Thomas Bosshard am Donnerstagabend zur Gemeindeversammlung begrüssen. Wegen der Coronapandemie war sie vom Mehrzwecksaal in die wesentlich grössere Aachtalhalle erlegt worden.

Das zeitintensivste Geschäft auf der Traktandenliste war die Präsentation der Budgets 2021 der Politischen Gemeinde Erlen sowie der Technischen Betriebe. Das Budget der politischen Gemeinde sieht bei einem Aufwand von rund 6,74 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 6,5 Millionen Franken einen Verlust in Höhe von rund 240'000 Franken vor.

Keine Einwände gegen das Budget für 2021

Die Stimmberechtigten hiessen das Budget 2021, die Investitionsrechnung, einen gleichbleibenden Steuerfuss von 52 Prozent sowie die unveränderte Feuerwehrersatzabgabe von 12 Prozent der einfachen Steuer zu 100 Prozent diskussionslos und einstimmig gut. Ausserdem genehmigten sie die Voranschläge und die Investitionsrechnungen der Technischen Betriebe (Wasser, Abwasser, Abfall und Elektrizität).

Thomas Bosshard ging auf die Anlässe ein, die wegen der Coronapandemie nicht durchgeführt worden sind. Darunter war auch die Feier zum 25-Jahr-Jubiläum der Politischen Gemeinde Erlen. «Das Jubiläum im Jahr 2021 zu feiern, macht keinen Sinn. Wir feiern dafür den 30. Geburtstag der Gemeinde», versprach er.

Mangelnde Sprachkenntnisse verhindern Einbürgerung

Traktandiert waren auch Einbürgerungsgesuche. Mit 72 Ja- und 19 Nein-Stimmen wurde dem Ehepaar Zineta und Asmer Smajovik sowie ihren Kindern Almin, Aldin und Naila das Erler Bürgerrecht gewährt.

Schlecht lief es für das Ehepaar Lurde und Krist Krasniqi und ihre Tochter Elena. Ihr Gesuch wurde mit 56 Nein- zu 35 Ja-Stimmen abgelehnt. Damit folgte der Souverän der Empfehlung des Gemeinderates Erlen.

Als Grund für die Ablehnung nannte Bosshard die Nichterfüllung der sprachlichen Anforderungen. Lurde und Krist Krasniqi hatten im Vorfeld der geheim durchgeführten Abstimmung darauf verzichtet, sich den Versammlungsteilnehmern persönlich vorzustellen.