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TZ-Journalist Max Eichenberger stellt einen Teil seiner Fotografien in Arbon aus

Die Bilder von Max Eichenberger zeigen die Entwicklung im Presswerk – und das Schaffen eines Lokalredaktors, den Brände und Absperrbänder nicht abschrecken können.
Annina Flaig
Max Eichenberger in der Musikschule im Presswerk. (Bild: Donato Caspari)

Max Eichenberger in der Musikschule im Presswerk. (Bild: Donato Caspari)

Drei Frauen strahlen ihn an, als er die Musikschule betritt. Ein Küsschen hier, ein Küsschen dort. Max Eichenberger ist hier offenbar ein gern gesehener Gast. «Seine Bilder sind einzigartig. Sie sind nicht nur schön, sondern erzählen Geschichten.» Das spontane Lob kommt von Zuzana Vanecek, Leiterin der Tanzabteilung der Musikschule im Presswerk.

Max Eichenberger, ehemaliger Arboner Lokalredaktor für diese Zeitung, macht in den Gängen der Musikschule sein erstes Fotografie-Projekt zugänglich: Eine Ausstellung mit 50 grossformatigen Fotografien aus seinem beachtlichen Fundus. Entstanden sind sie alle im und um das Presswerk herum. Während eines seiner letzten Interviews, das er mit Musikschulleiterin Julia Kräuchi geführt hat, ist die Idee dazu spontan entstanden.

Das Presswerk zog ihn magisch an

Bei der Auswahl seiner Fotos hat sich der pensionierte Journalist auf die letzten zehn Jahre Entwicklung im Saurer WerkZwei beschränkt.

«Meine Ausstellung zeigt sozusagen gerafft die Veränderungen während dieser Zeit.»

Den Schwerpunkt bildet dabei das Presswerk. Die Bilder entstanden auf seinen journalistischen Streifzügen immer spontan. Auf einigen sind sogar noch rot-weisse Absperrbänder zu sehen, eingestürzte Deckenbereiche, Löschwasser nach einem Grossbrand. «Mich konnte damals nichts aufhalten», sagt Eichenberger heute.

Das ehemalige Industriegelände zog ihn immer wieder fast magisch an. Das Areal war jahrzehntelang eine Brache. «Dreimal hat es hier zünftig gebrannt», sagt er. Mit seiner Kamera hielt er fest, wie das Feuer und der Zahn der Zeit Gelände und mächtige Fabrikhallen veränderten. Die Ausstellung des ehemaligen Lokalredaktors, der Artikel um Artikel schrieb, kommt ganz ohne Wort aus.

Die karge Brache wurde zur Bühne für Züri West

Seine Fotos zeigen das grosse Ganze genauso wie Details oder zufällig entstandene, fast symmetrische Muster zum Beispiel aus zerbrochenen Fensterscheiben. Einmal fokussiert er eine Spinne, die am seidenen Faden hängt, dann wieder ein Pflänzlein, das aus einer löchrigen Metalltreppe spriesst.

Auf einem Bild verrät eine Pfütze am Boden, dass es durch das Dach geregnet hat. Daneben ein uralter verlassener Stuhl mitten im kargen Raum. Es gibt ihn nicht mehr. Nach der Renovation stehen an genau diesem Ort im Presswerk heute ein Schlagzeug, eine Gitarre und ein Flügel, auf dem für Konzerte geprobt wird.

Baschi, Züri West und das Saint City Orchestra. Sie alle gehen hier unterdessen ein und aus und ziehen grosses Publikum an. Auch sie sind auf den Fotos zu sehen. Genauso Musikschüler, die in den neuen Räumen mit ihren Instrumenten üben oder während einer Musizierstunde vor Publikum spielen.

«Meine Bilder dokumentieren, wie aus der einstigen Brache ein Ort voller Leben und Kultur geworden ist.»

Das Presswerk als Teil des Saurer WerkZwei beherbergt heute die Musikschule, das Depot des Oldtimerclubs Saurer, eine Eventhalle und seit kurzem eine trendige Beiz.

Vernissage: Freitag, 18. Januar, um 19.30 Uhr, Dietschweiler-Saal, Musikschule im Presswerk.

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