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HC Thurgau-Trainer Mair: «Nur starke Gegner zeigen uns unsere Grenzen auf»

Der HC Thurgau tritt am Wochenende am Bodensee Cup in der Kreuzlinger Bodenseearena als Aussenseiter an – und wohl mit einem neuen Spieler, einem tschechischen Internationalen.
Matthias Hafen
Headcoach Stephan Mair hat einen guten Eindruck von seinem Team. (Bild: Donato Caspari, Weinfelden, 5. August 2019)

Headcoach Stephan Mair hat einen guten Eindruck von seinem Team. (Bild: Donato Caspari, Weinfelden, 5. August 2019)

Nach dem 7:1-Auswärtssieg gegen Dornbirn warten auf den HC Thurgau am Wochenende wieder ganz andere Brocken. Die Mannschaft von Trainer Stephan Mair tritt am Bodensee Cup in Kreuzlingen als Gastgeber auf und empfängt am Samstag um 19 Uhr die Düsseldorfer EG aus der deutschen Profiliga DEL. Den zweiten Halbfinal ­bestreiten um 15.30 Uhr die Schwenninger Wild Wings, ebenfalls aus der DEL, und der HC Davos. Am Sonntag treten die beiden Verlierer und die beiden Sieger des Vortags gegen­einander an. Der HC Thurgau wird angesichts der Konkurrenz nicht im Final erwartet. Damit könnte Trainer Mair leben.

«Mir ist wichtig, dass wir in der Saisonvorbereitung auf starke Gegner treffen», sagt der HCT-Headcoach. «Sie zeigen uns unsere Grenzen auf und offenbaren, wo wir noch Probleme haben.» Erste ortet Mair gleich selber. «Im ersten Testspiel gegen Rapperswil-Jona (0:4, Red.) haben wir uns zu Beginn schwer getan mit dem Druck des Gegners.» Gegen Dornbirn aus der höchsten österreichischen Liga habe man den Gegner dann läuferisch im Griff gehabt.

«Punkto Reife nochmals einen Schritt weiter»

Mair hat generell einen guten Eindruck von seiner Mannschaft nach den ersten Trainingswochen. «Punkto Reife und Selbstverantwortung der Spieler sind wir nochmals einen Schritt weiter als vergangene Saison. Das kann ich schon sagen.» Einzelne sind dem HCT-Trainer besonders aufgefallen. «Niki Altorfer und Dominic Hobi merkt man die Erfahrung im Angriff an. Sie geben uns mehr Optionen.» Die Neuzuzüge von Visp respektive La Chaux-de-Fonds sind nicht die einzigen. «In der Defensive entspricht Bernhard Fechtig unseren Erwartungen an einen spielmachenden Verteidiger.» Der 26-jährige Österreicher mit Schweizer Lizenz wechselte vom EC Bregenzerwald aus der zweitklassigen Alpenliga zu Thurgau. Angetan ist Mair auch von den neuen Kanadiern Connor und Kellen Jones. «Sie sind auch konditionell top», so der Südtiroler. Etwas, das im Vorjahr beim Amerikaner Kenny Ryan immer wieder bemängelt werden musste.

19-jähriger Tscheche trainiert mit dem HCT

Einzig Verletzungssorgen trüben das Bild des HC Thurgau in der Vorbereitung auf die Swiss-League-Saison 2019/20. Mit Center Lars Kellenberger, der sich im Spiel gegen Rapperswil-Jona den Mittelhandknochen gebrochen hat, fällt für den Bodensee Cup und länger ein wichtiger Spieler aus. Patrick Brändli, ein weiterer Center, ist nach einer Schambeinentzündung noch rekonvaleszent. Und in der Verteidigung fehlt aktuell Joel Scheidegger mit Adduktorenproblemen. Erste Hilfe kommt aus Rapperswil-Jona. In dieser Woche trainiert Center Frantisek Rehak mit dem HCT. Der 19-jährige tschechische Junioren-Internationale besitzt ebenfalls die Schweizer Lizenz und wurde von Rapperswil von Kloten primär dafür abgeworben, um die Elite-Junioren in die höchste Liga zu führen.

Drei Topteams als Gegner

Die Düsseldorfer EG ist achtfacher deutscher Meister und kann auf eine treue Fangemeinde zählen. Vergangene Saison scheiterten die Düsseldorfer im Playoff-Viertelfinal knapp am späteren Finalisten Augsburg. Zweitbester Skorer der DEG (im Playoff gar der beste) war der frühere HC-Thurgau-Stürmer Jaedon Descheneau. Der Kanadier wechselte für die Saison 2019/20 in die schwedische Topliga zu Brynäs. Bekannte Namen im aktuellen DEG-Kader sind nebst Trainer Harold Kreis der Deutsche Alexander Barta, der lettische Nationalspieler Rihards Bukarts und die norwegischen Nationalspieler Ken Andre Olimb sowie Johannes Johannesen.

Die Schwenninger Wild Wings sind wegen ihrer geografischen Lage ein beliebter Sparringpartner in der Bodenseeregion. Entsprechend nehmen sie auch regelmässig am Vorbereitungsturnier in Kreuzlingen teil, das durch die Rüegg Sport Performance von Christian Rüegg organisiert wird. Schwenningen beendete die DEL-Saison 2018/19 als Letzter mit lediglich 18 Siegen aus 52 Partien. Grosse Namen spielen auch heuer nicht für die Wild Wings, die vom in Singapur geborenen Engländer Paul Thompson trainiert werden.

Mit dem HC Davos nimmt ein Schweizer Publikumsmagnet am Bodensee Cup teil. Die Bündner werden neu von Christian Wohlwend gecoacht, dem Assistenten von Patrick Fischer in der Schweizer Nationalmannschaft. 2016 hatte Wohlwend ein unrühmliches Intermezzo im Thurgau, als er wenige Wochen nach seinem Antritt als Headcoach des HCT den Club kopfüber verliess. Dies, weil er die Chance erhielt, Coach der Schweizer Nachwuchsauswahl zu werden. (mat)

Bodensee Cup 2019

Kreuzlingen, Bodenseearena. Spielplan. Samstag, 15.30 Uhr: Schwenninger Wild Wings (DEL) – Davos (NLA). 19.00 Uhr: Thurgau – Düsseldorfer EG (DEL). – Sonntag, 12.00 Uhr: Spiel um Platz 3. 15.30 Uhr: Final.
Tageskasse: Einzeltickets 12 Franken, Tagestickets (beide Spiele) 18 Franken, Kinder bis 15 Jahre gratis.
Rahmenprogramm: Der Samstag steht im Zeichen des Bierfests (12.30 – 23 Uhr), der Sonntag im Zeichen des Family-Days. Beides findet auf dem gedeckten Aussenfeld der Bodenseearena statt.

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