Janick Schwendeners Fanghand rettet dem HC Thurgau die drei Punkte

Nach einem Blitzstart bezwingt der HC Thurgau die EVZ Academy mit Hängen und Würgen 2:1. Dank des siebten Heimsiegs in Folge halten die Ostschweizer in der Swiss League den Anschluss an die Tabellenspitze. Am Donnerstag steht bereits das nächste Spiel an - auswärts gegen Leader Ajoie.

Matthias Hafen
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Thurgaus Goalie Janick Schwendener avancierte im Heimspiel gegen die EVZ Academy zum Matchwinner. (Bild: Levin Steiner/Sports-Media)

Thurgaus Goalie Janick Schwendener avancierte im Heimspiel gegen die EVZ Academy zum Matchwinner. (Bild: Levin Steiner/Sports-Media)

Als die letzten Sekunden auf der Matchuhr herunterzählten, die EVZ Academy zu sechst den 2:2-Ausgleich suchte, der letzte Puck Richtung HCT-Tor flog und Janick Schwendeners Fangarm wie ein Blitz im Nachthimmel durch die Luft schoss, um die Scheibe im Handschuh zu begraben, spätestens da wussten die Spieler des HC Thurgau und die 1253 Zuschauer in der Güttingersreuti, bei wem sie sich bedanken mussten. Schwendener hielt mit seinem starken Arm den 2:1-Zittersieg fest. Dies, nachdem er schon zuvor zwei Drittel lang mehrere EVZ-Tore vereitelt hatte.

Niedermaier erzielt seinen ersten Treffer für den HCT

Gegen das Farmteam des NLA-Clubs Zug brachte sich der HC Thurgau selber in die Bredouille. War der Start mit zwei Treffern von Florian Niedermaier (4.) und Niki Altorfer (6.) noch verheissungsvoll, so schaltete der HCT ab dem zweiten Drittel in den Stromsparmodus. Das ist zwar nachvollziehbar, weil der Mannschaft mit Michael Loosli, Adam Rundqvist und Dominic Hobi eine ganze Sturmreihe verletzungsbedingt fehlte, Fabian Hollenstein krank ausfiel und zu allem Übel auch noch Verteidiger David Wildhaber mit einer Prellung kurzfristig Forfait geben musste.

Doch ermöglichte der HCT dadurch die Auferstehung eines eigentlich harmlosen Gegners. Spätestens nach dem 1:2 durch Dario Wüthrichs Weitschuss (45.) wurde es ungemütlich spannend. Dank Schwendener resultierten trotzdem drei Punkte. Mit diesen hält Thurgau als vorübergehend Tabellenvierter den Anschluss an die Spitze.

Verletzungshexe mindert die Qualität im Angriff

Vor dem Spiel am Donnerstag um 20 Uhr in der Ajoie beträgt der Rückstand auf den Leader aus dem Jura sechs Punkte. Zu schaffen macht dem HCT aber die Verletzungshexe. Hobi und Rundqvist werden vor der Nationalmannschaftspause im Dezember kaum zurückkehren, Michael Loosli wohl auch nicht. Wie lange Hollenstein ausfällt, ist offen. Das ist ein erheblicher Qualitätsverlust im Sturm. Wenigstens sollte Wildhaber am Donnerstag wieder dabei sein.

Thurgau – EVZ Academy 2:1 (2:0, 0:0, 0:1)

Güttingersreuti, Weinfelden – 1253 Zuschauer – SR Staudenmann/Gianinazzi, Kehrli/Nater.
Tore: 4. Niedermaier (Frei, Moser) 1:0. 6. Altorfer (Kellen Jones, Scheidegger) 2:0. 45. Wüthrich (De Nisco) 2:1.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 3-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Wyss)gegen die EVZ Academy.
Thurgau: Schwendener; Parati, Seiler; Fechtig, Scheidegger; Collenberg, Engeler; Merola, Connor Jones, Kellen Jones; Altorfer, Brändli, Janik Loosli; Moser, Niedermaier, Frei; Moosmann, Kellenberger; Zanzi.
EVZ Academy: Meyer; Capaul, Wüthrich; Brunner, Stampfli; Schüpbach, Gurtner; Vogel; Volejnicek, Schwenninger, Stoffel; Oehen, Schleiss, De Nisco; Eugster, Lust, Wyss; Welter, Stehli, Döpfner; Bach Nielsen.
Bemerkungen: Thurgau ohne Rundqvist, Hobi, Wildhaber, Michael Loosli (alle verletzt), Hollenstein (krank), Rehak, Schmuckli, Dufner (alle Rapperswil-Jona/NLA), Steinauer, Huber und Schnetzer (alle Farmteam). EVZ Academy ohne Bougro, Kristensen und Minder (alle verletzt). – 54:50 Time-out Thurgau. – 57:42 Time-out EVZ Academy, danach ab 58:12 mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Goalies.