«Ja zu Bildung, Nein zu Staf»: Juso Thurgau sorgen mit Spray- und Absperraktionen in Kreuzlingen für Aufruhr

Die Juso Thurgau und die Unia Jugend sorgen für Aufruhr mit einer drastischen Aktion im Abstimmungskampf über die Steuerreform.

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Symbolbild: Ennio Leanza, EPA

Gemäss einer Medienmitteilung der Juso-Co-Präsidentin Sina Keller haben ihre Mitglieder in der Nacht auf Dienstag Spray- und Absperraktionen durchgeführt. Die Aktionen werden mit zwei Bildern dokumentiert. Auf einem ist zu sehen, wie eine Eingangstüre mit Bändern verklebt ist. Es handelt sich offenbar um den Eingang zum Bildungszentrum für Bau und Mode an der Gaissbergstrasse in Kreuzlingen. Auf dem anderen Bild sind die Worte «Ja zu Bildung, Nein zu Staf» zu lesen, auf einen Betonboden gesprayt.

Dem Vernehmen nach ist die Aufnahme bei der Pädagogischen Hochschule in Kreuzlingen entstanden. Die Juso-Co-Präsidentin erklärt: «Um auf die Dringlichkeit der Botschaft aufmerksam zu machen, haben Vertreterinnen und Vertreter der jungen Nein-Kampagne in der Nacht auf den 21. Januar im ganzen Kanton öffentliche Dienstleistungen wie Schulen und Sportstätten abgesperrt und mit Flugblättern bestückt.»

PH und Kantonsschule reichen Anzeige ein

Die Pädagogische Hochschule (PH) Kreuzlingen und die Kantonsschule Kreuzlingen haben Anzeige wegen Sachbeschädigung und Farbschmierereien eingereicht, wie der Sprecher der Kantonspolizei Thurgau, Matthias Graf, auf Anfrage mitteilt.

«Die Abklärungen laufen.»

Auch beim Bildungszentrum für Technik in Frauenfeld seien die Juso am Werk gewesen, meldete SVP-Kantonsrat Hermann Lei per Twitter. «Den #JUSO gehen offensichtlich die Argumente aus», kommentierte SVP-Regierungsratskandidat Urs Martin.

«Sachbeschädigung ist eine Straftat und mit Härte zu ahnden.»

Auch das Komitee «Steuerpaket Ja» verurteilte «die Sachbeschädigungen und die Angstmacherei» und ist «enttäuscht über die Gesprächsverweigerung». Das Ja-Komitee wünscht sich laut seiner Sprecherin Tiziana Ferigutti «eine sachliche, öffentliche und intensive Diskussion» und kämpft weiterhin für die Vorlage, welche «unsere Familien stärkt und Arbeitsplätze im Thurgau schützt».

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