Interview

«Ist man am See, denkt man, man sei direkt am Meer»: Die gebürtige Wienerin Tatjana Mahr (52) zeigt heute in der SRF-Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» ihr Romanshorn

Die gelernte Friseuse und Perückenmacherin betreibt seit 2016 mit ihrem Ehemann Norbert in der Hafenstadt das beliebte «Wiener Kaffee Franzl». Ihre Gäste würden sie oft fragen, was es denn in der kleinen Stadt am Bodensee zu sehen gebe. Und da fällt ihr so einiges ein.

Tanja von Arx
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Tatjana Mahr und ihr Ehemann Norbert Mahr in ihrem Wiener Kaffeehaus. Das Lokal wurde in den Club der Wiener Kaffeehäuser aufgenommen.

Tatjana Mahr und ihr Ehemann Norbert Mahr in ihrem Wiener Kaffeehaus. Das Lokal wurde in den Club der Wiener Kaffeehäuser aufgenommen.

Donato Caspari (25. Januar 2018)

Sie stammen aus Österreich und leben erst seit 2013 in der Schweiz. Wie kommt es, dass gerade Sie die Hafenstadt im Fernsehen porträtieren?

Tatjana Mahr: Ich hatte mich selber gefragt: «Ähm, geht denn das?» Aber beim SRF fand man das speziell und schön. Den Ausschlag gegeben für meine Motivation zur Teilnahme haben indes meine Gäste.

Wie denn das?

In unserem Kaffeehaus werde ich ständig gefragt, wo denn das Zentrum ist, wo denn die Ladenstrasse ist. Ich finde es jeweils schön, ihnen Romanshorn zu zeigen. (lacht) Die Hafenstadt hat kein grosses Zentrum und unsere Läden sind klein und fein, dennoch haben wir sehr viel zu bieten!

Was macht denn die Stadt aus?

Der See, die Gegend. Ist man am Bodensee, so denkt man, man sei direkt am Meer. Von hier aus kann man eine idyllische, entspannende Velotour nach Arbon und Rorschach machen. Mit dem Hafen und den Schiffen ans deutsche sowie österreichische Ufer ist die Stadt ja zudem ein Knotenpunkt. Das auch über den Bahnhof unmittelbar nebenan: Schon in 17 Minuten ist man in St.Gallen, oder man fährt direkt nach Zürich.

Nun zeigen aber auch andere ihren liebsten Ort, die Sendung ist nicht zuletzt ein Wettbewerb. Rechnen Sie sich Chancen auf den Sieg aus?

Ehrlich gesagt stand das nicht im Vordergrund. Wir haben alle in erster Linie die Zeit genossen, die Leute waren wirklich nett. Ich bin denn von Natur aus auch nicht ernst oder trocken und wir hatten es oft lustig.

Können Sie uns sagen, was die Zuschauer in der heutigen Folge erwartet?

Ganz verraten darf ich das nicht. Aber ich werde meinen Lieblingsort zeigen. Und was für den Tourismus wichtig ist. Ich lebe hier und möchte, dass auch die Stadt lebt.

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Markus Schoch