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Investor kann neues Zentrums-Quartier in Egnach bauen

Der Weg ist frei für die Überbauung des ehemaligen Betriebsareals der Firma Thurella beim Bahnhof. Die Stimmbürger haben am Dienstagabend die dafür nötige Umzonung gutgeheissen.
Markus Schoch
Visualisierung des geplanten Hochstammplatzes. (Bild: PD)

Visualisierung des geplanten Hochstammplatzes. (Bild: PD)

Gemeinderat Adi Koch traute dem Frieden nicht ganz. Es sassen fast 200 Personen im Saal, doch nur zwei meldeten sich zu Wort, darunter ein Unternehmer, der es falsch fand, dass die Gemeinde Gewerbeland praktisch ersatzlos streichen will. Und darum ergriff Koch ganz am Schluss der Diskussion auch noch das Mikrofon, weil er befürchtete, die Meinungen seien bereits gemacht.

Er bat die Stimmbürger inständig, vorwärts zu schauen und nicht rückwärts. Denn es bringe nichts, wegen Fehler in der Vergangenheit der Gemeinde die Zukunft zu verbauen. Damit meinte er unausgesprochen die Wachstumsstrategie der Thurella nach der Jahrtausendwende, die scheiterte und dazu führte, dass das Unternehmen keine betriebliche Verwendung mehr hat für das einstige Firmenareal beim Bahnhof. Die Thurella hat deshalb vor vier Jahren Pläne vorgelegt, wie sie die Industriebrache zu einem Zentrums-Quartier mit durchmischter Nutzung entwickeln will. Die Rede war von etwa 150 Wohnungen und Gewerbeflächen.

Grosse Mehrheit für Umzonung

Diese Pläne kann das Unternehmen jetzt verwirklichen. Mit 137 Ja- gegen 47 Nein-Stimmen befürworteten die Egnacher an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am Dienstagabend eine Umzonung des rund zwei Hektar grossen Geländes in die Zentrumszone Z4.

Dass das Geschäft so schlank durch kommt, war nicht zu erwarten. An einer Informationsveranstaltung zum Thema Ende Oktober musste sich die Behörde von verschiedener Seite vorwerfen lassen, schlecht verhandelt zu haben. Gemeindepräsident Stephan Tobler trat dieser Kritik am Dienstagabend nochmals entschieden entgegen.

Gegenleistung im Wert von 1 Million Franken

Gemeindepräsident Stephan Tobler vor dem Mostereigebäude. (Bild: Donato Caspari)

Gemeindepräsident Stephan Tobler vor dem Mostereigebäude. (Bild: Donato Caspari)

Die Gespräch mit der Thurella seien nicht einfach gewesen, stellte er klar. Es sei der Behörde aber gelungen, einiges für Egnach heraus zu holen als Gegenleistung für die Umzonung, die das Areal um etwa 6 Millionen Franken aufwerte. Die Thurella investiere beispielsweise rund 400000 Franken für einen so genannten Hochstammplatz, stelle öffentliche Parkplätze zur Verfügung, trete den Güterschuppen an die Gemeinde ab und realisiere eine regionale Heizzentrale - alles in allem komme so ein Betrag von rund 1 Million Franken zusammen, rechnete Tobler vor. Das sei mehr als vom Gesetz vorgeschrieben.

Die Thurella beziehungsweise der Investor haben versprochen, sich zuerst um das Restaurant Sternen und das Mostereigebäude zu kümmern. Einem Stimmbürger genügte diese Ankündigung nicht. Er hätte die Firma gerne in die Pflicht genommen. Das sei erst beim Gestaltungsplan möglich, sagte Tobler. «Das wird dort sicher ein Thema.»

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