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Interkulturelles Fest sorgt für gute Laune in Sulgen

Über 120 Leute aus 25 verschiedenen Ländern feierten am Freitagabend in den Räumen der Freien Evangelischen Gemeinde gemeinsam «Weihnachten der Nationen». Es war der vierte Anlass dieser Art.
Christoph Lampart
Religionstreffen in Rosa, Rot und Braun: Muslima trifft auf Samichlaus und Schmutzli. (Bild: Christof Lampart)

Religionstreffen in Rosa, Rot und Braun: Muslima trifft auf Samichlaus und Schmutzli. (Bild: Christof Lampart)

Es war ein fröhliches Zusammenkommen, das zuerst im Foyer, dann im Kirchenraum der Freien Evangelischen Gemeinde Sulgen gefeiert wurde. Klar waren alle, die kamen – Frauen und Männer, Kinder wie Erwachsene – mit einem Namensschild versehen, das es einem erlaubte, einander schnell beim Namen zu nennen und einander schnell und unkompliziert kennenzulernen.

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Impressionen von den Weihnachten der Nationen

Das Foyer füllte sich schnell, und auch als wenig später die Gäste in den festlich gedeckten Gemeindesaal hinüberwechselten, kamen Samichlaus und Schmutzli mit der Begrüssung der einzelnen kaum nach. Das machte jedoch mitnichten etwas, denn alle waren bester Laune.

Verständigung mit Worten und Gesten

Ursel Rutz, die sehr viele zu kennen scheint und von allen nur «Sela» (was übrigens auch auf ihrem Namensschild steht) gerufen wird, ist bei der Freien Evangelischen Gemeinde für die interkulturellen Aktivitäten verantworlich Sie erklärt:

«Wir feiern alle zwei Monate einen Nationenabend hier und freuen uns darauf, andere Kulturen kennenzulernen und ihnen zugleich etwas über die Schweiz beizubringen.»

Sela ist es denn auch vorbehalten, an diesem Abend durch Programm zu führen, zu moderieren, zu übersetzen und für gute Stimmung zu sorgen. Und so verkündet sie denn auch abwechslungsweise auf Deutsch und auf Englisch, warum sich zu gegebenem Anlass sich so viele hier gemeinsam versammelt haben.

«Wir sind heute hier, um gemeinsam Weihnachten zu feiern, denn Jesus ist geboren worden. Es ist also eine Geburtstagsparty für Jesus. Und an einer Party gibt es liebe Gäste, gutes Essen und viel Musik!» Längst nicht alle verstehen, was Sela sagt, doch die gute Stimmung ist praktisch mit den Händen greifbar.

Natürlich sitzen vor allem Landsleute zusammen – schliesslich will man sich unterhalten können –, und Arabisch oder Afghanisch dürften nun mal den Wenigsten hier geläufig sein. Doch man unterhält sich beim Essen im Notfall mit Händen und Füssen. Und wenn es gar nicht mehr weiter geht, findet sich immer irgendwie ein Übersetzer oder zumindest ein freundliches Lächeln, das die Situation rettet.

Heissbegehrte Fladenbrote

Nachdem der junge Pianist Oktay Duman ein Nocturne von Frédéric Chopin zum Besten gegeben hat und dadurch einen Moment der andächtigen Stille in den Saal gezaubert hat, wird ein Essen serviert, das selbstverständlich «halal» ist: nämlich Döner Kebab.

Hier zeigt es sich rasch, dass die beiden Landeskirchen schlichtweg zu wenige Fladenbrote bestellt hatten. «Wir müssen noch mehr bestellen», fasst einer der Geistlichen, die allesamt zum Servierdienst eingeteilt wurden, spontan einen Entschluss – und schon wird die nächste Charge geordert.

Jesus als Vorbild betrachten

Dann wird ein Film gezeigt, bei dem eigentlich zwei Filme miteinander verschmelzen: der eine zeigt die heutige Welt, der andere Jesus, wie er vor 2000 Jahren Gutes wirkte. Die Botschaft ist klar: Jesus war schon zu Lebzeiten das «Licht der Welt» und wir heutigen Menschen täten gut daran seinem Handeln zu folgen.

Und als viele Feiernde laut in ihrer Sprache kund tun, dass auch sie gerne das «Licht der Welt» für andere Menschen sein würden, kommt tatsächlich ein (inter)religiöses Gefühl auf, was es bedeuten könnte, im Hier und Jetzt nicht nur Mensch zu sein, sondern auch seinem unbekannten Nächsten gegenüber menschlich zu handeln.

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