Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Initiative will das neue Kreuzlinger Stadthaus verhindern

Das derzeit durch Einsprachen blockierte 50-Millionen-Projekt steht auf der Kippe. Eine Gruppierung sammelt Unterschriften für die Freihaltung der Festwiese am Bärenplatz.
Martina Eggenberger Lenz
Auf dem Areal zwischen Bärenplatz und Dreispitzhalle ist das neue Verwaltungsgebäude geplant. (Bild: Reto Martin)

Auf dem Areal zwischen Bärenplatz und Dreispitzhalle ist das neue Verwaltungsgebäude geplant. (Bild: Reto Martin)

Für die Befürworter des neuen Verwaltungsgebäudes und die städtischen Angestellten ist es der Supergau: Eine Initiative fordert die «Freihaltung der Festwiese beim Bärenplatz». Das heisst nichts anderes, als dass das vom Volk vor bald drei Jahren genehmigte 50-Millionen-Projekt doch noch zunichtegemacht werden soll.

Dabei schien es, als könnten die Kreuzlinger nach jahrzehntelangem Anlauf endlich Nägel mit Köpfen machen. Nach dem äusserst knappen Ja am 27. November 2016 ging es voller Elan an die Planung. Mit der Vorprüfung des Baugesuchs wegen der Überlänge des Gebäudes und den eingegangenen Einsprachen folgte der erste Dämpfer. Seit zehn Monaten liegt das Stadthaus-Projekt deshalb auf Eis. Und nun das.

Erst drei Namen sind bekannt

Am 20. August will das Komitee der Volksinitiative an die Öffentlichkeit gehen. In der Einladung namentlich erwähnt sind drei Exponenten: Xaver Dahinden, Guido Leutenegger und Peter Müller. Auf Anfrage sagt Xaver Dahinden, dass das Komitee zehn Personen umfasse. Hinzu komme ein grosser Kreis Sympathisanten.

Visualisierung des neuen Stadthauses. (Bild: PD)

Visualisierung des neuen Stadthauses. (Bild: PD)

Die Freie Liste habe mit der Initiative nichts zu tun. Es sei Zufall, dass er und Leutenegger der Gruppierung angehören, erklärt der pensionierte Lehrer. Im Gegenteil, es seien Vertreter verschiedener Parteien mit im Boot. Unbestritten sei, dass die Verwaltung neue, moderne Räume brauche.

«Allerdings hat die Wucht des geplanten Neubaus viele erschreckt. Die eigentliche Dimension wurde erst mit dem Erstellen der Visiere ersichtlich»,

Xaver Dahinden, Sprecher Initiativkomitee. (Bild: PD)

Xaver Dahinden, Sprecher Initiativkomitee. (Bild: PD)

sagt Dahinden. Hinzu komme, dass das vorliegende Projekt auf Grund der Einsprachen um bis zu sechs Jahre verzögert werden könnte, falls sämtliche Rechtsmittel ausgeschöpft würden. «Es ist doch furchtbar, so lange zu warten. Warum machen wir nicht einen Plan B parat?»

Exekutive wurde informiert

Die Initianten erachten die Festwiese als einen Platz, aus dem man etwas Tolles machen könnte. Dahinden erwähnt die Visionen, die 2007 im Zusammenhang mit Plänen für eine Tiefgarage entstanden sind. Für das neue Verwaltungsgebäude gebe es einige Standortoptionen. «Wir spielen in dieser Sache dem Stadtrat den Ball neu zu.»

Eine Delegation des Initiativkomitees habe Vertreter der Exekutive über ihre Forderungen informiert. «Wir wollen mit offenen Karten spielen. Das Gespräch ist konstruktiv verlaufen», meint der Sprecher der Gruppe.

Initianten benötigen knapp 700 Unterschriften

Die Bezeichnung «Volksinitiative zur Freihaltung der Festwiese beim Bärenplatz» habe man bewusst gewählt. «Wir wollten eine positive Formulierung», erklärt Xaver Dahinden. Eine Prognose zu den Erfolgschancen einer Abstimmung will er vorerst nicht wagen. Allerdings sei das Team guter Dinge, die notwendigen Unterschriften – von 8 Prozent der Stimmberechtigten – zusammen zu bekommen. «Wir sind guter Hoffnung, dass es funktioniert.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.