In Bürglen steht ein Bauernhof-Adventskalender zum «ine güxxle»

Christa Sturzenegger hat über ein halbes Jahr an ihrem diesjährigen Adventskalender gearbeitet. Sie hat einen zwei Meter langes Bauernhof-Modell erschaffen. Jeden Tag öffnet sie ein Fenster mehr und gibt damit den Blick frei ins Innenleben.

Mario Testa
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Christa Sturzenegger vor ihrem Advents-Bauernhaus im Massstab 1:10. (Bild: Mario Testa)

Christa Sturzenegger vor ihrem Advents-Bauernhaus im Massstab 1:10. (Bild: Mario Testa)

«Das Handwerken ist mein grosses Hobby», sagt Christa Sturzenegger. Das Resultat dieser Leidenschaft, der sie seit der Kindheit frönt, steht seit Anfang Advent vor ihrem Haus an der Schützenstrasse in Bürglen. Sturzenegger hat seit Mai in geduldiger Arbeit ihr Bauernhaus im Massstab von etwa 1:10 gebaut.

«Das Modell zeigt den Bauernhof, wie er vor etwa hundert Jahren ausgesehen hat.»

Das besondere am grossen Modell, das auf dem Garagen-Vorplatz steht sind die 24 Fenster. «Es ist ein Adventskalender, jeden Tag öffne ich ein Fenster mehr», sagt Sturzenegger. Auch das richtige Haus hätte eigentlich genau 24 Fenster und würde sich für einen Adventskalender eignen. «Aber dann müssen alle Bewohner mitmachen und anfangs wäre es sehr dunkel hinter den vielen geschlossenen Läden. Darum hab ich’s bleiben lassen.»

Gutes Auge für kleine Details

«Bitte nicht berühren! Aber ine güxxle?» steht an einem Zettel am Model. Zu sehen gibt es dann auch einiges. Der Blick ins innere offenbart Sturzeneggers geduldige Arbeit an den Details: Möbel, Dekorationen, Gerätschaften – alles im richtigen Massstab. «Auch die Tiere vor dem Haus und im Stall habe ich selber geschnitzt, damit sie die richtige Grösse haben», sagt Sturzenegger.

Noch bis Ende Woche zeigt sie ihr Advents-Bauernhof, danach geht sie in die Ferien und das zwei Meter lange Modell verschwindet in der Garage. Bis dahin freut sie sich über alle Passanten, die stehen bleiben und die Aufforderung zum «ine güxxle» beherzigen. «Das ist meine grösste Befriedigung, wenn die Leute das Bauernhaus inspizieren, näher kommen, reinschauen. Zum Schluss lächeln immer alle, das ist für mich am schönsten.»