In Wigoltingen brennt der Böög zum Ende der närrischen Tage

Wie gewohnt setzte der brennende Böög das Schlusszeichen der Wigoltinger Buure-Fasnacht.

Manuela Olgiati
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Der Wigoltinger Böög wird von Gemeindepräsidentin Sonja Wiesmann entzündet und brennt nach kurzer Zeit lichterloh.

Der Wigoltinger Böög wird von Gemeindepräsidentin Sonja Wiesmann entzündet und brennt nach kurzer Zeit lichterloh.

(Bild: Andrea Stalder)

Die Zepterübergabe der Gemeindepräsidentin, Sonja Wiesmann an das Fasnachtskomitee hat in Wigoltingen Tradition. Am Freitagabend zum Fasnachtsauftakt sind im Vergleich zu anderen Jahren weniger Zuschauer da. Die Wigoltinger Fasnachtsgruppe steckte noch in den letzten Vorbereitungen für das drei tägige Fasnachtsspektakel, als sie die Botschaft des Bundesrates, alle Veranstaltungen wegen des Corona-Virus abzusagen, unvorbereitet traf. «Eine Absage der Fasnacht hätte uns hart getroffen», sagt Claudia De Luca, die neu als Obernarr amtet.

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Wigoltingen TG - Der Fasnachtsumzug in Wigoltingen darf trotz des Corona Virus durchgeführt werden. Gemeindepräsidentin Sonja Wiesmann meint es seien ca. 400 Personen am Umzug.

Andrea Stalder

Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt des Kantons Thurgau habe sich das Komitee für die Durchführung der Wigoltinger Fasnacht, mit Kinder- und Maskenbällen für Erwachsene sowie für den traditionellen Fasnachtsumzug am Sonntag entschieden. «Ich bin unbesorgt», sagt ein Wigoltinger am Schnitzelbankabend. Andere Festerprobte bleiben dem Anlass fern.

Kleine Feiern zur Feier des Jahres

Den Fackelzug am Freitag mit Gemeindepräsidentin Sonja Wiesmann begleiten Schulklassen als «Schlafmützen». Auf der Bühne beim Schulhausplatz führen Engel und Teufel das Sündenregister der Gemeinde an. Die Formation «Drums and More» umrahmt die kleine Feier zur Zepterübergabe auf Instrumenten aus Plastikbehältern.

Wiesmann stellt das Logo zum 25-Jahr-Jubiläum der politischen Gemeinde Wigoltingen vor. «Miteinander statt nebeneinander» heisst das Motto in schwarzer Schrift auf einem gelben Smiley. Zusammenstehen bedeute den Fasnachtsbegeisterten zu feiern. «Wir haben uns entschieden, das Jubiläum nicht gross, sondern klein zu feiern, nicht in einem Dorf, sondern an verschiedenen Orten in der Gemeinde mit verschiedenen Veranstaltungen in der Gemeinde», sagt Wiesmann.

Dem Böög geht es an den Kragen

Der grosse Höhepunkt und das Ende der Buure-Fasnacht findet ebenso traditionell mit dem Verbrennen des Böögs statt. Weil in der Region andere Fasnachtsumzüge abgesagt worden sind, haben spontan weitere Formationen teilgenommen.

Auch Publikum war zahlreich vor Ort, Gemeindepräsidentin Sonja Wiesmann schätzte die Anzahl auf rund 400. Nach einer halben Stunde ist der Böög zu den Klängen der Guggenmusig niedergebrannt und die Fasnächtler ziehen von dannen.