In Weinfelden verankern sie Bäume in der Thur zum Schutz der Fische

Der Fischerverein Weinfelden hat am Samstag Raubäume in der Thur verankert. Die Methode ist neu im Thurgau, Erkenntnisse könnten künftig in die Renaturierungsbemühungen des Kantons einfliessen.

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Mitglieder des Fischervereins Weinfelden verankern einen Baum in der Thur. (Bild: PD)

Mitglieder des Fischervereins Weinfelden verankern einen Baum in der Thur. (Bild: PD)

(red) Die Thur bei Weinfelden verläuft in einem für Fische sehr eintönigen Längs- und Querprofil. «Dies bedeutet wenig Strömungsvielfalt und wenig Schutz für viele Tiere. Das Wasser ist kaum beschattet und erwärmt sich im Sommer bei wenig Abfluss sehr schnell», sagt Michael Guhl, Vorstandsmitglied des Fischervereins Weinfelden.

«So finden die Wasserlebewesen kaum Schutz und sind Fressfeinden ausgeliefert.»

Dank des Einbaus von Raubäumen am vergangenen Samstag, wollen die Mitglieder des Fischervereins den Lebensraum für die Wasserlebewesen aufwerten. Die Bäume bieten Verstecke für die Fische, mehr Nahrung und Schatten. Dazu sorgen sie für eine Strömungsvielfalt.

Unterstützung durch Pro Natura

17 Raubäume wurden auf der Höhe Tannenhof bei Bussnang in die Thur eingebracht und mit Armierungseisen im Untergrund oder Seilen am Ufer befestigt. Der Einbau wurde personell unterstützt durch das Team des Update Fitness in Weinfelden und der Pro Natura Thurgau, welche das Projekt auch finanziell unterstützt.

«Das Projekt war nur möglich, dank einer sehr guten Zusammenarbeit unter den involvierten Stellen beim Kanton, der Gemeinde, den Landbesitzern und den Pächtern»

sagt Guhl. Das Projekt an der Thur ist Pionierarbeit im Thurgau. Es soll Aufschluss über Wirksamkeit und Dauerhaftigkeit geben. Verankerte Raubäume könnten künftig als Ergänzung oder Übergangslösung zu Renaturierungen dienen. (red)