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In Weinfelden gibt es weniger freie Wega-Tage für Schülerinnen und Schüler

Das Volksschulgesetz gewährt nur noch zwei ganze freie Tage im Jahr. Ab dem kommenden Schuljahr gilt nun, dass die Schüler nur noch einen ganzen Tag frei haben während der Messe.
Sabrina Bächi
Das Sekundarschulzentrum Pestalozzi befindet sich mitten im Wega-Festgelände. (Bild: Mario Testa, 28. September 2018)

Das Sekundarschulzentrum Pestalozzi befindet sich mitten im Wega-Festgelände. (Bild: Mario Testa, 28. September 2018)

Die Weinfelder zählen bekanntermassen das Jahr nicht von Januar bis Dezember, sondern von Wega bis zur nächsten Wega. Eine heilige Kuh in der Stadt, könnte man sagen. Das gilt auch für die Schüler. Bisher kam man als Weinfelder Primar- oder Oberstufenschüler nämlich immer in den Genuss mehrerer freier Nachmittage. Freitag- und Montagnachmittag durften die Schüler ihre Zeit an der Messe im Dorfkern verbringen, früher waren es noch mehr. Doch damit ist nun Schluss.

Beat Gähwiler, Präsident Sekundarschule Weinfelden.

Beat Gähwiler, Präsident Sekundarschule Weinfelden.

Der Grosse Rat hat vor gut drei Jahren beschlossen, dass es nur noch zwei Kalendertage frei gibt für «traditionelle, lokale Anlässe», wie es im Volksschulgesetz heisst. «Wir dachten, die Auslegung dieser Tage liege im Ermessen der lokalen Schulbehörden und dass halbe Tage möglich sind», sagt Beat Gähwiler, Präsident der Sekundarschulgemeinde Weinfelden. Doch das ist falsch, sagt Beat Brüllmann, Chef vom Amt für Volksschule:

«Es heisst Kalendertage. Das bedeutet: Ein halber Tag ist auch ein Kalendertag.»

Thomas Wieland, Präsident Primarschule Weinfelden.

Thomas Wieland, Präsident Primarschule Weinfelden.

Dieses Gesetz muss im kommenden Schuljahr in Weinfelden nun umgesetzt werden. Das bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler nur noch am Wega-Montag frei haben. Dafür aber den ganzen Tag. Der zweite Tag wird am Herbstmarkt frei gewährt. «Die Schüler haben immer noch gleich viel frei, einfach anders verteilt», sagt Thomas Wieland, Präsident der Primarschule.

Unterricht ist schwierig bei Festlärm

Es sei insofern keine grosse Änderung. Des Weiteren hätten einige Primarschüler am Freitagnachmittag ohnehin frei oder nur bis 15 Uhr Unterricht. «Unsere Schulzentren sind zudem vom Wega-Lärm nicht betroffen», sagt er. Der Unterricht werde deshalb ganz normal durchgeführt.

An der Weinfelder Oberstufe sieht das anders aus. Die beiden Schulhäuser Thomas Bornhauser und Pestalozzi liegen mitten im Festareal.

«Bereits in der Aufbauphase der Wega ändern die Lehrer den Stundenplan und machen etwa Sportanlässe»

sagt Beat Gähwiler. Schule finde auch während der nächsten Wega statt, in welcher Form werde vom Lehrerteam entschieden. «Mathematik oder Französisch lernen bei Wega-Lärm ist vor allem im Pestalozzi-Schulhaus nicht zielführend.»

Forderung nach mehr Frauennamen für Schulhäuser

Am Mittwochabend finden ab 19.30 Uhr die Versammlungen der Sekundar- und der Primarschulgemeinde Weinfelden statt. Laut Kenny Greber werden an der Primarschulversammlung zwei SP-Mitglieder einen Antrag einreichen. «Wir wollen, dass das Martin-Haffter-Schulhaus nach dem Neubau einen Frauennamen erhält», sagt er. Wenn es nach den Antragstellern geht, soll damit die Diskussion über eine neue Identität des Schulhauses angeregt werden. Der Vorschlag: Susanna Haffter. «Für uns ist Susanna Haffter als Mutter von Martin Haffter naheliegend. Eine beeindruckende Frau – zudem bliebe der Familiennamen erhalten. Die Umgewöhnung wäre marginal, die Wirkung aber gross.» Auch andere Namen könnten diskutiert werden, sagt das SP-Mitglied, Hauptsache es werde darüber diskutiert. Da es kein traktandiertes Geschäft ist, können die Schulbürger heute Abend den Antrag für erheblich erklären. Dann müsste die Behörde innert neun Monaten dem Stimmvolk einen Vorschlag vorlegen. «Über Namen diskutieren wir am Mittwochabend bestimmt noch nicht», sagt Primaschulpräsident Thomas Wieland.

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