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Zwei weisse Pfauen stolzieren durch Weinfelden – und halten die Polizei auf Trab

Der katholische Gemeindeleiter Armin Ruf besitzt neuerdings zwei weisse Pfauen. Sie sorgten für Aufsehen, weil sie ausbüxten und durch das Dorf stolzierten.
Sabrina Bächi
Pfau Bianco hält Ausschau. Er wohnt seit einer Woche bei der Familie Preiss auf dem Hof oberhalb Weinfeldens. (Bild: Andrea Stalder)

Pfau Bianco hält Ausschau. Er wohnt seit einer Woche bei der Familie Preiss auf dem Hof oberhalb Weinfeldens. (Bild: Andrea Stalder)

Noch ein Vögeli für Weinfelden. Diesmal jedoch mit weissen Federn und einem Krönchen. Armin Ruf, Gemeindeleiter der katholischen Kirche Weinfelden, hat vor drei Wochen zwei weisse Pfauen übernommen. Rund um die Kirche gibt es genügend Platz die beiden eigentlich standorttreuen Vögel zu halten. Doch das Federvieh hatte anderes im Sinn und büxte aus.

Mehrere Male liefen sie über die Strasse und auf den Marktplatz. Besorgte Anwohner riefen die Polizei. Diese musste ein paar Mal ausrücken und die Abenteuerreise der Vögel ins Weinfelder Dorfzentrum beenden. «Mittlerweile weiss die Polizei, dass die weissen Pfauen mir gehören und meldet sich direkt», sagt Armin Ruf.

Am Sonntag vor einer Woche übernachtete einer der beiden Pfauen auf einem hohen Baum nahe der Brauerei. Da der Besitzer nicht ausfindig gemacht werden konnte, rief Brauereibesitzer Gebi Bärlocher Marcel Preiss an.

«Er wusste, dass ich auch Pfauen habe. Damit dem Vogel wegen des Sturms nichts passiert, haben wir ihn in einer Nacht und Nebel Aktion vom Baum herunter geholt und bei mir einquartiert», sagt Preiss.

Der namenlose Pfau von Armin Ruf wohnt immer noch bei der katholischen Kirche in Weinfelden. Von hier aus unternahm er mehrere Spaziergänge ins Dorfzentrum. (Bild: Sabrina Bächi)Der namenlose Pfau von Armin Ruf wohnt immer noch bei der katholischen Kirche in Weinfelden. Von hier aus unternahm er mehrere Spaziergänge ins Dorfzentrum. (Bild: Sabrina Bächi)
Zum verstecken bietet der Park hinter dem Familienzentrum an der Freiestrasse einige Möglichkeiten. Besuchen darf man den weissen Pfau trotzdem. (Bild: Sabrina Bächi)Zum verstecken bietet der Park hinter dem Familienzentrum an der Freiestrasse einige Möglichkeiten. Besuchen darf man den weissen Pfau trotzdem. (Bild: Sabrina Bächi)
(Bild: Sabrina Bächi)(Bild: Sabrina Bächi)
(Bild: Sabrina Bächi)(Bild: Sabrina Bächi)
Armin Ruf, Gemeindeleiter der katholischen Kirche Weinfelden, ist der Besitzer der beiden weissen Pfauen. (Bild: Sabrina Bächi)Armin Ruf, Gemeindeleiter der katholischen Kirche Weinfelden, ist der Besitzer der beiden weissen Pfauen. (Bild: Sabrina Bächi)
Bianco wohnt seit einer Woche bei Marcel und Priska Preiss auf dem Hof oberhalb von Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)Bianco wohnt seit einer Woche bei Marcel und Priska Preiss auf dem Hof oberhalb von Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)
Pfau Bianco (Bild: Andrea Stalder)Pfau Bianco (Bild: Andrea Stalder)
Für Bianco gibt es viel zu entdecken. Nachts schläft er hoch oben im Baum. (Bild: Andrea Stalder)Für Bianco gibt es viel zu entdecken. Nachts schläft er hoch oben im Baum. (Bild: Andrea Stalder)
Pfauen sind sehr neugierige Vögel. (Bild: Andrea Stalder)Pfauen sind sehr neugierige Vögel. (Bild: Andrea Stalder)
9 Bilder

Die weissen Pfauen von Weinfelden

Bianco schläft im Baumwipfel

Bald darauf war klar, dass der weisse Pfau – er heisst nun Bianco – Armin Ruf gehört. «Ich habe gesehen, dass es der Vogel bei der Familie Preiss gut hat. Deshalb habe ich ihn dort gelassen», sagt der Gemeindeleiter.

Auf dem Hof etwas oberhalb von Weinfelden darf Bianco nun mit den anderen drei Pfauen und mehreren Hühnern wohnen – und zwar ohne Einzäunung. «Die Tiere haben hier genügend Platz und dürfen sich frei bewegen. Hier gibt es viel zu entdecken und auch zu fressen», sagt Preiss.

Einen klaren Unterschied zu allen anderen Vögeln, die auf dem Hof der Familie Preiss zuhause sind, gibt es aber: «Am Abend gehen die Hühner und die blauen Pfauen ins Häuschen. Bianco steht davor und verabschiedet sich von ihnen und fliegt hier auf die grosse Eiche zuoberst hin und schläft dort.» Auch der namenlose Pfau schläft jeweils auf einem Baum.

Die Neugier war zu gross

Meistens hält er sich im Park hinter dem Familienzentrum auf. Seitdem ein Haag an der Hecke in Richtung Zentrum aufgestellt wurde, sei er nicht mehr entlaufen, sagt Ruf. «Er ist halt sehr neugierig und die Autos faszinieren ihn», sagt er. Da war die Neugier wohl zu gross und die Terrasse der Nachbarn – mit leckerem Peterli – sowie der Marktplatz halt viel interessanter.

Seitdem der Haag an der Hecke angebracht ist, bleibt der weisse Pfau in seinem Revier im Park hinter dem Familienzentrum. (Bild: Sabrina Bächi)

Seitdem der Haag an der Hecke angebracht ist, bleibt der weisse Pfau in seinem Revier im Park hinter dem Familienzentrum. (Bild: Sabrina Bächi)

«Im Moment funktioniert es gut, wenn er aber wieder weggeht, dann werde ich ihn ebenfalls Marcel Preiss bringen», sagt Ruf. Schliesslich wolle er nicht, dass dem Tier etwas passiert. Im Hinterkopf hat Ruf, dass er dem namenlosen Pfau eine Henne zur Seite stellt. «Dann würde er sicher nicht mehr davonlaufen.»

Besuchen darf man den Pfau auch. Am besten meldet man sich dafür bei Armin Ruf. Obwohl der Vogel wild lebt, lockt ihn die Neugier und man kann sein strahlend weisses Gefieder aus der Nähe betrachten.

Weisser Pfau

Der weisse Pfau ist eine Mutation des blauen Pfaus. Das blaue Farbmuster wird dominant vererbt, weshalb weisse Pfauen seltener sind. Sonst unterscheiden sich die Vögel aber nicht von ihren blauen Kollegen. Pfauen stammen ursprünglich aus Indien und Sri Lanka.

Sie sind sehr standorttreu und können ohne Voliere gehalten werden. Sie fressen Blüten, Früchte, Samen, Insekten und kleine Wirbeltiere. Pfauen sind sehr wachsame Tiere und schlagen ihr Rad zur Paarungszeit, oder um sich gegen Fressfeinde zu schützen. Die langen Schwanzfedern besitzen jedoch nur die Männchen. (sba)

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