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In Weinfelden erteilen Sekschüler den Primarschülern Nachhilfe- und Sportunterricht

Die Primarschule Paul Reinhart führt das Projekt «Husi und Sport» ein. Immer mittwochs wird gelernt und geturnt. Das Projekt ist von Schülern für Schüler.
Mario Testa
Projektleiter Michele Salvatore (links) stellt sich und die Coaches den Primarschulkindern vor. (Bild: Mario Testa)

Projektleiter Michele Salvatore (links) stellt sich und die Coaches den Primarschulkindern vor. (Bild: Mario Testa)

Für die Schülerinnen und Schüler ist das Angebot freiwillig und es findet an ihrem freien Nachmittag statt – trotzdem kommen sie in Scharen. 30 sind es bei der Premiere am vergangenen Mittwoch. Neu gibt es im Primarschulzentrum Paul-Reinhart das Programm «Champions – Husi und Sport». Der Name ist Programm.

«Die Schüler arbeiten zuerst an ihren Hausaufgaben, dann gibt es einen Zvieri und danach Sport»

sagt Michele Salvatore. «Ich war selbst nicht so gut in der Schule und hätte mir so ein Angebot gewünscht, das Sport und Lernen verbindet. Die Idee ist es, Kinder dank ihrer Lust auf Sport für die Bildung zu motivieren.»

Salvatore hat das Projekt vor acht Jahren in Basel noch unter dem Namen «Husi und Tschutte» ins Leben gerufen. Später hat er den Namen etwas allgemeiner gefasst und auf weitere Schulhäuser in der ganzen Deutschschweiz ausgeweitet. «Unterdessen haben es schon 16 Schulhäuser in neun Kantonen eingeführt. Weinfelden ist der erste und bisher einzige Thurgauer Standort.»

Sekundarschüler sind Junior-Coaches

Das spezielle am Projekt ist, dass es ein Angebot von Schülern für Schüler ist. Nur beim Start vergangenen Mittwoch waren Salvatore und einige Lehrer mit dabei. Künftig helfen alleine die Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler den Primarschülern bei den Hausaufgaben, planen und leiten auch selbstständig die Sportlektion.

«Eine Lehrperson ist zur Betreuung immer anwesend. Aber wenn alles rund läuft, wird sie nicht aktiv und bleibt im Hintergrund»

sagt Schulleiterin Katrin Zürcher. Während die Primarschüler bei «Husi und Sport» Hilfe und einen tollen Nachmittag in der Gruppe bekommen, ist es für die Sekundarschüler, die als Junior-Coaches auftreten, auch ein Nebenverdienst. «Sie bekommen ein kleines Sackgeld», sagt Michele Salvatore.

«Finanziert wird das Projekt vom Förderverein Bildung und Sport Schweiz. Meine Hauptaufgabe als Geschäftsführer ist deshalb auch das Fundraising, also die Geldbeschaffung bei Stiftungen und Privaten. Für die Schulgemeinden ist die Teilnahme am Projekt kostenlos.»

Buch und Medaille im Logo verpackt

Die sechs Weinfelder Junior-Coaches – beworben hatten sich sogar noch mehr – bekommen ein Pulli, der sie als Champions kennzeichnet. «Wir wollen damit zum Ausdruck bringen, dass in jedem Kind ein Champion steckt», sagt Salvatore. Das Logo ist eine Kombination aus einem Buch und einer Medaille.

«Auch die Farbe habe ich mit Schülerinnen und Schülern ausgesucht. Sie soll beiden Geschlechtern gefallen.»

Für die Primarschüler gibt es einen Beutel mit dem entsprechenden Emblem und Schriftzug drauf.

Dass «Husi und Sport» überhaupt ins Paul-Reinhart-Schulhaus Einzug gehalten hat, verdanken die Kinder Schulsozialarbeiter Michael Praschnig. «Er kannte das Projekt und hat es uns vorgestellt. Wir finden es sinnvoll, wenn wir die Kinder auch in der Freizeit abholen können. Deshalb starten wir nun den Versuch im Winterhalbjahr», sagt Katrin Zürcher.

«Wenn es sich bewährt, ist es gut möglich, dass es auch in den anderen Primarschulhäusern eingeführt wird.» Gerade das Stufenübergreifende sei ein wichtiger Aspekt beim Projekt und zudem seien überfachliche Kompetenzen auch vom neuen Lehrplan gefordert.

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