In Wäldi fliesst das Geld in eine bessere Wasserversorgung

Die Wäldemer Stimmberechtigten genehmigen an der Gemeindeversammlung diskussionslos vier Kreditanträge.

Manuela Olgiati
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In Wäldi kann man die Aussicht auf das Alpstein-Massiv geniessen.

In Wäldi kann man die Aussicht auf das Alpstein-Massiv geniessen.

Donato Caspari

Gemeindepräsident Adrian König präsentiert die Finanzlage der Gemeinde am Freitagabend in der Mehrzweckhalle Sonterswil wie immer leicht verständlich: Auch ein budgetierter Verlust kann das Eigenkapital von über zwei Millionen Franken auffangen.

Adrian König, Gemeindepräsident.

Adrian König, Gemeindepräsident.

Manuela Olgiati
«In den kommenden Jahren stehen der Gemeinde hohe Investitionen bevor»

sagt König. Für 2020 sind Bruttoinvestitionen von 1,336 Millionen Franken beziffert. Über vier Kreditanträge befinden die 86 Stimmberechtigten der Gemeinde Wäldi an diesem Abend.

Die Löschwasserversorgung in Engwilen und Wäldi ist wegen der Höhe der betroffenen Reservoire ungenügend. Die generelle Wasserversorgungsplanung der Gemeinde sieht vor, die Zone Engwilen neu ab Reservoir Hohenrain und die Zone Wäldi neu ab Reservoir Büren zu versorgen.

«Das Quellwasser kann komplett weiter genutzt werden»

sagt Thomas Blum, Projektleiter vom Ingenieurbüro Widmer + Partner AG Weinfelden. Er spricht vom wirtschaftlichen Nutzen und der Versorgungssicherheit.

Ein sicherer Betrieb erfordert Überwachung

Beide Quellen Helsighausen und Eglimoos werden demnach in das Reservoir Hohenrain fliessen. Hierfür ist ein Leitungsbau von der Quellableitung Helsighausen bis zum Quellwasserpumpwerk Eglimoos erforderlich. Blum führt weiter aus, dass ein sicherer Betrieb eine automatische Überwachung und den Aufbau eines Leitsystems erfordert. Dabei spielt er auf Ereignisse von starken Regenfällen an.

Die Kosten sind mit 250'000 Franken für die Quellwasserleitung Helsighausen–Eglimoos, dem Ersatz der Brunnenstube mit Qualitätssicherung für 95'000 Franken und dem Aufbau des Leitsystems für 100'000 Franken veranschlagt. Der Kreditantrag über 445'000 Franken wird von den 86 Stimmberechtigten einstimmig gutgeheissen. Das Projekt wird voraussichtlich durch das Feuerschutzamt mit 38'000 Franken subventioniert.

Den drei weiteren Kreditanträgen wird ebenso zugestimmt. Brutto 70'000 Franken werden für den Ersatz der elektronischen Scheibenanlage des Schützenhauses Sonterswil gesprochen. Dem gegenüber steht ein Kredit über 175'000 Franken der Wasserversorgung für die Netzsanierung der Schulstrasse in Sonterswil. Und 275'000 Franken werden für die elektrische Versorgung für die Sanierung der Trafostation Schulhaus in Wäldi benötigt.

Weitere Sanierung der Strassen für 2021 geplant

Gemäss König sieht der Finanzplan bis 2023 einen Investitionsbedarf bei den Werken vor. Die Sanierung der Gemeindestrassen gehe man voraussichtlich 2021 weiter an. Das Budget 2020 weist bei Ausgaben von 3,966 Millionen Franken und einem Ertrag von 3,845 Millionen Franken ein Defizit von 120'387 Franken aus. Das Budget sowie den bisherigen Steuerfuss von 52 Prozent genehmigen die Stimmberechtigten ebenfalls einstimmig.

Einbürgerungen neu geregelt

Die Gemeindeordnung wird neu geregelt. Neu stimmt die Gemeindeversammlung nicht nicht mehr über das Gemeindebürgerrecht ab. Stattdessen erteilt der Gemeinderat das Gemeindebürgerrecht.

Das Einbürgerungsgesuch wird während 20 Tagen im amtlichen Publikationsorgan ausgeschrieben. Gehen begründete, schriftliche Einwendungen ein, werden diese im Einspracheverfahren durch den Gemeinderat behandelt. Die Teilrevision der Gemeindeordnung wird einstimmig und ohne Diskussion gutgeheissen. (mao)

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