In Sulgen werden Helikopter gewartet

Die Rotortec AG, die Hubschrauber-Wartungen für Privat- und Geschäftskunden durchführt, hat kürzlich ihre neuen Geschäftsräume auf dem Wohlfender-Areal bezogen.

Monika Wick
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Sven Huster bei der Wartung eines Helikopters.

Sven Huster bei der Wartung eines Helikopters. 

Bild: Monika Wick

Gegründet wurde die Firma Rotortec im Jahr 2011. Sie hatte ihren Hauptsitz bis anhin auf dem Flughafen St. Gallen-Altenrhein. «Nachdem die Besitzer Eigenbedarf angemeldet haben, mussten wir uns auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten machen», erklärt Sven Huster.

Als Hauptgründe für die Wahl des Standorts Sulgen nennt der Basisleiter die idealen Räumlichkeiten, die professionelle Zusammenarbeit mit der Gemeinde sowie den Sicherheitsaspekt beim Anfliegen des Geländes.

Anlieferung meistens mit Lastwagen

«Die Firma Rotortec AG ist erfreut über ihren neuen Standort in Sulgen. Wir möchten uns bei dieser Gelegenheit bei Herrn Wohlfelder sowie bei den Behörden der Gemeinden Sulgen und Bürglen für die effiziente und sehr gute Zusammenarbeit bedanken», sagt Sven Huster.

Beim Probeanflug wurden die Lautstärke überprüft, ein Sicherheitskonzept erarbeitet sowie die ideale Anflugroute getestet. Zu viele Anflüge braucht die Sulger Bevölkerung jedoch nicht zu fürchten. Zum einen werden die Hubschrauber mit dem Lastwagen angeliefert, und zum anderen werden auf dem Wohlfender-Areal vor allem grössere Reparaturen und Grundüberholungen durchgeführt.

Aussenstellen in Basel und Bex

«Im Normalfall besuchen wir unsere Kunden an ihrem Standort», erklärt Sven Huster. Kommt trotzdem einmal ein Helikopter auf dem Luftweg, wird das Gelände für den Landevorgang kurzzeitig gesperrt und der Hubschrauber in den Hangar geschleppt. 

Eine zweite Basis betreibt die Rotortec AG auf dem Flugplatz Bern-Belp. Zudem arbeitet das Team auf zertifizierten Aussenstellen auf den Flugplätzen in Basel und Bex. Genau wie die Standorte sind auch die Mitarbeiter zertifiziert.

Fehler können schlimme Folgen haben

«Die Rotortec AG ist befugt, Hubschrauber der Hersteller ‹Robinson›, ‹Bell›, ‹Airbus› und ‹Guimbal› zu warten», erklärt Huster. Abschliessende Check-Flüge finden nicht über Sulgen, sondern auf dem Flugplatz statt. Diese führen nicht die Mechaniker, sondern erfahrene Piloten aus.

«Wir haben nichts mit Fliegen zu tun. Wir sind wie Automechaniker, nur dass wir an Hubschraubern arbeiten», führt Sven Huster aus. Am Standort Sulgen sind sieben Personen beschäftigt.

Darunter sind vier erfahrene lizenzierte Mechaniker, zwei Auszubildende sowie eine technische Administratorin. Alle sind sehr darauf erpicht, saubere und qualitativ hochwertige Arbeit zu machen. «Fehler dürfen wir uns nicht erlauben, denn sie können tödlich enden», sagt Huster.