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In Schönholzerswilen ziehen starke Frauen am Seil

Traditionellerweise verwandelt sich das Dorf am letzten Wochenende des Aprils zum Mekka für Freunde des Seilziehsports. Am Start des Seilziehfests waren diesmal auch sieben Frauenteams.
Monika Wick
Die Frauen des Seilziehclubs Mosnang geben vollen Einsatz. (Bild: Donato Caspari)

Die Frauen des Seilziehclubs Mosnang geben vollen Einsatz. (Bild: Donato Caspari)

Eigentlich sieht es relativ simpel aus. An jedem Ende des 32 Meter langen und 21 Kilogramm schweren Seils hängen acht Frauen, die versuchen, die Gegnerinnen auf ihre Seite zu ziehen und somit den Durchgang für sich zu entscheiden. Doch der Schein trügt.

Der Seilziehsport erfordert Kraft, Konzentration, Ausdauer und ein perfektes Zusammenspiel des Teams. Wenn es sich dann noch um ein Turnier handelt, dass zu den Schweizermeisterschaften zählt, kommt sicherlich noch ein gesundes Mass an Ehrgeiz hinzu.

Nach dem Einwärmen wird es laut

Diesen beweist auch die Damenmannschaft des Seilziehclubs Thurtal, der am vergangenen Wochenende zum traditionellen Seilziehfest eingeladen hat. Nebst den Mannschaften, die an den Ostschweizer Seilziehmeisterschaften oder Plauschturnieren teilnehmen, versuchen auch die Thurtaler Frauen in ihrer Kategorie zu punkten.

«Seilziehen ist ein herausfordernder Sport, der aber viel Spass macht.»

sagt Daniela Schönholzer vom SZC Thurtal. Um gut für den Wettkampf gegen die sechs weiteren Teams gerüstet zu sein, hat sie mit ihren Teamkolleginnen monatelang trainiert. Mit einer ausgedehnten Joggingrunde sowie Dehn- und Aufwärmübungen bereiten sich die Frauen auf die Begegnungen am Turnier vor. Anschliessend ziehen sie sich Bauchgurte, die ihnen Stabilität verleihen, an sowie währschaftes Schuhwerk.

Die Frauen des SZC Thurtal kämpfen vor viel Publikum gegen die drohende Niederlage an. (Bild: Donato Caspari)

Die Frauen des SZC Thurtal kämpfen vor viel Publikum gegen die drohende Niederlage an. (Bild: Donato Caspari)

Noch plaudern und lachen die Frauen miteinander, doch kaum werden sie via Lautsprecher aufgefordert, sich bereit zu machen, weicht die lockere Stimmung der Anspannung. Nach den Kommandos

«Seil auf! Seil spannen! Bereit! Pull!»

fallen die Körper der Athletinnen nach hinten, das Seil halten sie fest umklammert. Durch Zurufe koordiniert Coach Marco Keller die Bewegungen der Mannschaft. Gleichzeitig beobachtet er die Gegnerinnen um etwaige Angriffe sofort abwehren zu können. Die Anstrengung ist ihnen anzusehen. Schweissperlen rinnen über ihre Stirn, die Gesichter sind schmerzverzehrt.

Wo grosse Kräfte walten: Wenn die Spitzenteams der Männer loslegen, ist das dicke Tau bis zum zerreissen gespannt. (Bild: Donato Caspari)

Wo grosse Kräfte walten: Wenn die Spitzenteams der Männer loslegen, ist das dicke Tau bis zum zerreissen gespannt. (Bild: Donato Caspari)

Trotz der grossen Anstrengungen ist nach wenigen Minuten klar, dass sich die Thurtalerinnen in dieser Partie geschlagen geben müssen. Ihr Kampfgeist ist aber ungebrochen und unter den kritischen Blicken und Zurufen schaffen sie es noch auf den fünften Schlussrang.

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