In Romanshorn soll der erste WakePark auf dem Bodensee eröffnet werden

Eigentlich wollte der Verein WakePark Romanshorn schon letztes Jahr einen Wakeboard-Lift installieren. Das Projekt scheiterte aber. Nun starten die Vorstandsmitglieder einen zweiten Versuch.

Natascha Arsic
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Ein Wakeboarder lässt sich im Kefiker Naturbad mit dem Lift durchs Wasser ziehen. (Bild: Reto Martin, 13. Juli 2018)

Ein Wakeboarder lässt sich im Kefiker Naturbad mit dem Lift durchs Wasser ziehen. (Bild: Reto Martin, 13. Juli 2018)

Vor kurzem hat der Verein WakePark Romanshorn ein neues Baugesuch für die Installation eines Wakeboard-Lifts eingereicht. «Ich bin zuversichtlich, dass wir die Bewilligung erhalten», sagt der Projektverantwortliche Otto Loepfe. Sie würden nämlich ein zusätzliches Freizeitangebot schaffen.

«Stadträtin Petra Keel, Ressort Freizeit und Sport, befürwortet unser Projekt, da die Hafenstadt den Wassersport mehr fördern möchte.» Hierzu leiste der Verein mit seinem neuen sportlichen Angebot einen gesellschaftlichen Beitrag. Der Wakeboard-Lift soll von April bis Oktober in der Nähe des Inseli-Fischerhafens errichtet werden. Der Projektverantwortliche sagt:

«Er wird elektrisch betrieben und ist somit umweltschonend.»

Aber auch die Nachwuchsförderung sei ein wichtiger Aspekt. Oftmals hätten kleinere Kinder Respekt davor, das Wakeboarden mit dem Boot auszuprobieren. Den Lift hingegen könnten bereits Siebenjährige benutzen. Hinzu komme, dass diese Variante kostengünstiger sei.

«Eine Fahrt mit dem Boot beläuft sich auf zirka 150 bis 200 Franken pro Stunde – mit dem Lift nur noch einen Viertel davon», sagt Loepfe. Zielgruppe seien Jugendliche und Familien, die Abwechslung am See suchen. «Aber auch Profis sind natürlich willkommen.»

Letztes Mal hat das Geld gefehlt

Letztes Jahr hat der Verein im Februar schon einmal eine Bewilligung bekommen. Bis dahin hatten die Vermieter aber alle Liftsysteme bereits vergeben. Um die Idee dennoch umsetzen zu können, hätten die Organisatoren ein Eigenes kaufen müssen. Loepfe sagt:

«Wir konnten das nötige Budget dafür so kurzfristig nicht auftreiben.»

Danach wurde das Projekt neu aufgegleist. Der Lift soll mittels Crowdfunding finanziert werden. «Beim Verein WakePark handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation. Deshalb sind wir auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen», sagt der Projektverantwortliche.

Das Finanzierungsziel liegt bei knapp 50000 Franken. Mit diesem Geld sollen Lift und Sprungelemente finanziert werden. Diese könnten für die nächsten zehn Jahre gebraucht und später auch mit niedrigerem Aufwand betrieben werden.

Im Mai oder Juni geht es los

Zurzeit befindet sich das Crowd-funding noch in der Startphase. «Wenn es keine Einsprachen gibt und wir die Bewilligung erhalten, beginnen wir Mitte März mit der Sammelaktion», sagt Loepfe. Nebst Geld kann auch Zeit gespendet werden. Loepfe sagt:

«Die Zeitspenden richten sich an Schüler oder Rentner, die aktiv dabei sein und uns beispielsweise beim Liftbetrieb oder Getränkeausschank helfen wollen»

Eine vorausgehende Schulung für die Bedienung des Lifts werde Pflicht sein. Zwar möchte der Verein die Erlaubnis ab April. Betriebsstart wäre laut dem Projektverantwortlichen jedoch erst im Mai oder Juni. Durch die zusätzlichen Monate seien sie flexibler und könnten sich nach dem Wetter richten.

«Die erste Genehmigung wird provisorisch für ein Jahr erteilt. Wenn wir mit unserem Projekt Erfolg haben, könnten wir den Wakeboard-Lift künftig jedes Jahr in Romanshorn anbieten», sagt Loepfe.

Weitere Infos unter www.wakeparkromanshorn.ch.

Alles begann mit dem Verein WakePark

Der Verein entstand im Rahmen des Projektes «Wakeboard-Lift» aus den Vorstandsmitgliedern des Wasserskiclubs Romanshorn (WSCR). Der WSCR wurde 1968 gegründet und zählt heute über zwanzig Mitglieder. Seit Beginn weg setzt sich der Club für den Wassersport ein. Er betreibt eine Bootsinfrastruktur für Wakeboarden, Wakesurfen und Wasserskifahren.