In Mattwil wird gebohrt für eine umweltfreundliche Heizung

Das Gebäude, in dem sich die Kanzlei der Gemeinde Birwinken befindet, bekommt eine Erdwärmeheizung. Derzeit laufen die Bohrarbeiten. «Wir wollen damit auch eine Vorreiterrolle einnehmen», sagt Gemeindepräsident Peter Stern.

Mario Testa
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Mit dieser Maschine werden die drei Löcher für Erdwärme-Sonden gebohrt.

Mit dieser Maschine werden die drei Löcher für Erdwärme-Sonden gebohrt.

(Bild: Mario Testa)

Ein grosser Erdbohrer steht derzeit vor der Gemeindekanzlei in Mattwil. Bauarbeiter treiben auf dem Vorplatz drei 270 Meter tiefe Löcher in die Erde. Künftig soll die ganze Liegenschaft mit Erdwärme versorgt werden, also auch die Gemeindekanzlei, welche sich an der Lochäckerstrasse 2 befindet. «Die Stockwerkeigentümer haben sich für die Erdwärmesonde entschieden. Auch wenn diese Technologie bis zu viermal teurer ist als konventionelle Heizungen», sagt Gemeindepräsident Peter Stern auf Anfrage.

Peter Stern, Gemeindepräsident Birwinken.

Peter Stern, Gemeindepräsident Birwinken.

(Bild: PD)

Noch wird die Liegenschaft mit Öl beheizt. Die jetzige Heizung sei 25 Jahre alt, würde also auch noch etwas länger laufen, sagt Peter Stern.

«Aber wir wollten proaktiv handeln und als Gemeinde mit der Erdwärme auch eine Vorreiterrolle einnehmen.»

Die Kosten für die neue Heizung tragen die Stockwerkeigentümer, zu denen auch die Gemeinde gehört, über den Erneuerungsfonds. «Es war deshalb auch kein Kreditbegehren an die Stimmbürger nötig.»

Bewilligung erteilt der Kanton

Gegen das Baugesuch seien keine Einsprachen eingegangen. Genehmigen durfte es der Gemeinderat nicht, Bewilligungen für Erdwärmebohrungen erteilt der Kanton. «Der Kanton hat unser Baugesuch dann auch bewilligt», sagt Stern. Er rechnet mit dem Abschluss aller Arbeiten in etwa zwei Monaten.

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