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In Kreuzlinger Seniorenzentrum entsteht eine Kita

Beim Wellingtonia soll am 1. Oktober die Kindertagesstätte HuKuGei eröffnen. Das Besondere am Projekt: Dort wird ein generationenübergreifendes Miteinander gelebt.
Judith Schuck
Pflegezentrumsleiter Benjamin di Gallo und Corinne Decker, Leiterin der neuen Kita, schauen sich auf dem Gelände um. (Bild: Donato Caspari)

Pflegezentrumsleiter Benjamin di Gallo und Corinne Decker, Leiterin der neuen Kita, schauen sich auf dem Gelände um. (Bild: Donato Caspari)

Im Garten des Kreuzlinger Alters- und Pflegezentrums Wellingtonia plätschert zwischen den blühenden Sträuchern ein Wasserspiel vor sich hin. Bald werden hier nicht nur Senioren, sondern auch Kinder ihre Freude an den Brünneli haben und auf dem Gelände auf Entdeckungsreise gehen. Corinne Deck ist die Leiterin der neuen Kindertagesstätte (Kita) mit dem exotisch klingenden Namen HuKuGei. Diese soll am 1. Oktober eröffnen.

Deck schrieb ihre Diplomarbeit zum Thema intergenerative Pädagogik. Der Wunsch nach einer Kita, bei der ein generationenübergreifendes Miteinander gelebt wird, schwelt schon lange in ihr. Deswegen stellte sich Deck im Herbst letzten Jahres mit ihrem Konzept bei Benjamin di Gallo, dem Leiter des Pflegezentrums, vor. «Er hat mich dann eingeladen, damit ich mir einen Eindruck vom Gelände machen und schauen kann, ob die Idee realisierbar ist», erzählt die Pädagogin.

Bewohner begegnen Kindern gerne

Di Gallo ist selbst in der Situation, dass er einen geeigneten Betreuungsplatz für seine jährige Tochter sucht, da seine Frau ebenfalls berufstätig ist.

«Wir haben eine Mitarbeiterin, die hin und wieder ihre Tochter mit zu Arbeit brachte. Die Bewohnerinnen und Bewohner hatten alle eine riesen Freude an dem Mädchen und hatten sozusagen deren Betreuung übernommen»

meint er. Auch diejenigen, die sonst nicht so offen sind, hätten die Begegnung mit dem Kind sehr positiv aufgenommen.

Zwei Wohnungen im Erdgeschoss der dazugehörigen altersgerechten Überbauung Brillant werden für die Kita mit 24 Tagesplätzen mit zwei altersdurchmischten Gruppen eingerichtet. Das Baugesuch liegt noch bis am 17. Juni öffentlich auf.

«Die Begegnungen sollen in geplanten Sequenzen sowie ganz spontan im Alltag stattfinden, zum Beispiel bei gemeinsamen Aufenthalten im Garten, auf dem Spielplatz oder beim Aktivierungsprogramm, an dem die Senioren teilnehmen können», erklärt di Gallo. Wo es sinnvolle Überschneidungen gibt, können die Kinder eingebunden werden. Auch Erzählungen lauschen sei eine wertvolle Erfahrung für beide Generationen.

Obwohl die HuKuGei in das Pflegezentrum eingebunden ist, betonen Deck und di Gallo, dass sie nicht als «Altersheimkindertagesstätte» verstanden werden möchten:

«Wir sind mehr als das. HuKuGei ist ein Ort des Erlebens. Das Wohl des Kindes steht im Zentrum. Der intergenerative Ansatz ist ein Zusatzangebot»

sagt die 41-jährige Leiterin. Die Kita steht für Vielfalt Schön fände sie zudem, wenn Kinder mit besonderen Bedürfnissen die Gruppen bereichern würden. «Unsere Kita steht für Vielfalt. Sie soll für alle offen sein», sagt Corinne Deck.

Deswegen ist der Name der Kita eine Zusammensetzung aus Hund, Katze und Geiss: Sie symbolisieren im Logo ein lustiges Mischwesen aus Tieren, die jeder kennt, aber neu zusammengesetzt sind.

Über die frisch aufgeschaltene Homepage können sich Eltern ab sofort über das Angebot informieren und ein unverbindliches Antragsformular für eine Anmeldung ausfüllen: www.kita-hukugei.ch

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