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In Kreuzlingen ist eine Hainbuche ohne Bewilligung gefällt worden

Ein Hausbesitzer hat an der Graneggstrasse in Kreuzlingen einfach einen geschützten Baum fällen lassen. Nun muss er eine Ersatzpflanzung vornehmen.
So sieht eine Hainbuche aus. (Bild: Alamy)

So sieht eine Hainbuche aus. (Bild: Alamy)

(red) Ohne Bewilligung fällte ein Grundeigentümer an der Graneggstrasse eine grosse Hainbuche, teilt die Stadt Kreuzlingen mit. Die Bauverwaltung sehe von strafrechtlichen Konsequenzen ab, da mit dem Grundeigentümer und den Anwohnern Ersatzpflanzungen vereinbart werden konnten. Die Hainbuche wurde am 10. April gefällt, wie Anwohner meldeten.

Vor Ort stellte der Umweltbeauftragte fest, dass die Baumfällung der Bewilligungspflicht unterliegt. Hätte der Grundeigentümer eine Fällbewilligung beantragt, hätte die Behörde sie mit der Auflage einer Ersatzbepflanzung erteilt, heisst es weiter in der Mitteilung.

Nicht wegen zusätzlicher Parkplätze

Die Bauverwaltung ersuchte den nicht ortskundigen Grundeigentümer um eine Stellungnahme. In Unkenntnis des Baureglements gab er die Fällung des Baumes mit weiteren Umgebungsarbeiten in Auftrag, ohne eine Bewilligung einzuholen. In seiner Stellungnahme bedauerte er sein Handeln und dementierte das Gerücht, zusätzliche Parkplätze erstellen zu wollen.

Vergangenen Donnerstag fand eine Aussprache vor Ort statt. Auf Vorschlag des Umweltbeauftragten wurde einvernehmlich entschieden, als Ersatz für die Hainbuche zwei Bäume zu pflanzen. Zudem willigte der kooperative Grundeigentümer ein, eine bestehende, rund 40 Meter lange Kirschlorbeerhecke durch eine ökologisch wertvolle Wildhecke zu ersetzen. Der Grundeigentümer erklärte sich zudem bereit, die Pflanzungen noch diesen Frühling und auf seine Kosten vorzunehmen.

Mit dieser einvernehmlichen Lösung konnten sich alle Beteiligten einverstanden erklären. Die Bauverwaltung wird deshalb von weiteren, auch strafrechtlichen Konsequenzen, absehen.

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