In Hohentannen verkaufen sie Pflanzen direkt aus dem Garten

Der Garten von Erika und Thomas Stark war am Samstag Schauplatz einer Pflanzenbörse. Zur Veranstaltung eingeladen hatte die Regionalgruppe Thurgau der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde.

Monika Wick
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Sharlene Sutter berät eine Besucherin der Pflanzenbörse. (Bild: Monika Wick)

Sharlene Sutter berät eine Besucherin der Pflanzenbörse. (Bild: Monika Wick)

Das Schloss Oetlishausen und die benachbarte Kapelle sind Bauten, die unweigerlich die Blicke der Passanten auf sich ziehen. Auch das Damwild, das am Fusse der attraktiven Gebäude grast, lassen einige Spaziergänger innehalten. Der Weiler Oetlishausen hat aber noch viel mehr zu bieten. Wenige Meter von Schloss und Kapelle entfernt liegt der Hof von Erika und Thomas Stark. Das Haus ist umgeben von einem idyllischen Garten, der zeigt, dass das Paar einen grünen Daumen besitzt und viel Zeit in die Pflege der Anlage investiert.

Am Samstag kamen etliche Gäste in den Genuss, den Garten zu besichtigen, denn die Regionalgruppe Thurgau der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde führte hier eine Pflanzenbörse mit Flohmarkt durch. Auf den Tischen reihten sich überzählige Pflanzen, Stauden oder Knollen und nicht mehr benötigtes Gartenzubehör aneinander. Je nach Gutdünken, wurde die Ware verschenkt, getauscht oder für wenig Geld verkauft.

Weitergeben statt entsorgen

Seit sechs Jahren sorgen die Pflanzenfreunde dafür, dass jene Pflanzen, die im eignen Garten keinen Platz mehr finden, nicht entsorgt werden müssen, sondern anderen Hobbygärtnern eine Freude machen. Gastgeber Thomas Stark wollte sich von seinen Buxus-Kugeln und Pflanzen mit dem wohlklingenden Namen «Echinacea purpurea» trennen. Er hatte sie aber nicht bereitgestellt, sondern grub die gewünschten Exemplare vor den Augen der Käufer aus.

Nebenan zogen Betty Simon, Edith Wolford und Victoria Falls die Blicke der Besucher auf sich. «Das sind Bart-Iris», erklärte Sharlene Sutter.

«Ich träume davon, die grösste Kollektion in der Ostschweiz zu besitzen»,

fügt die Züchterin aus Sonnental hinzu. Den Anfang dazu hat die gebürtige Südafrikanerin bereits gemacht. Zusammen mit Thomas Stark hat sie, angrenzend an den Garten der Familie Stark, ein Iris-Feld angelegt, auf dem bereits 240 Sorten zu bewundern sind. «Im Mai, wenn sie blühen, werden sie besonders schön sein», schwärmte Sutter.

Plaudern bei Kürbissuppe, Wurst und Kaffee

Der Grundstein für das Projekt wurde an der letztjährigen Pflanzenbörse gelegt. «Ich habe von meinem Traum erzählt und Thomas hat mir sofort das Gelände angeboten», sagte Sharlene Sutter. Bei Kürbissuppe, Wurst, Kaffee und Kuchen fachsimpelten die Besucher über ihre Erfolge und Misserfolge in Sachen Pflanzen.