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In Hefenhofen sind erneut Fahrende eingetroffen

Es liege keine Bewilligung vor, klagt Nachbar Bruno Straub und befürchtet, dass noch zahlreiche Gruppen hier Rast machen werden
Rita Kohn
Auf dem Grundstück von Ulrich Kesselring finden Fahrende einen Standplatz. (Bild: Donato Caspari)

Auf dem Grundstück von Ulrich Kesselring finden Fahrende einen Standplatz. (Bild: Donato Caspari)

«Der Gemeindepräsident hat mir gesagt, dass keine Bewilligung vorliege», sagt Bruno Straub. Der Hefenhofer versteht die Welt nicht mehr. Nur wenige Tage, nachdem eine Gruppe Fahrender die Liegenschaft von Ulrich Kesselring verlassen hat, ist eine neue Gruppe eingetroffen. Am Sonntagabend war Gemeindepräsident Andreas Diethelm auf dem Platz und hat sich die Situation angesehen.


Für Bruno Straub ist die gesamte Situation schwierig. «Das sind schon die Vierten in diesem Jahr, die auf einem Grundstück von Ulrich Kesselring Halt machen», sagt er. In den letzten Jahren sei die «Saison» immer erst Anfang Juli losgegangen. Dann seien regelmässig neue Gruppen angekommen. «Das letzte Jahr waren es bestimmt sechs oder sieben.» Dieses Jahr würden es wohl mehr werden, wenn nicht Einhalt geboten werde.

Gelitten unter den temporären Nachbarn

Für Bruno Straub ist das Fass übergelaufen, als die letzte Gruppe sich unmöglich verhalten hat. Auf dem Grundstück des Unternehmers fanden sich Kothaufen, von den abgestellten Anhängern verschwanden Vignetten und anfänglich lief die ganze Nacht über ein Strom-Aggregat.

Die aktuelle Gruppe habe bis jetzt noch keinen Grund zur Klage gegeben, räumt Bruno Straub ein. Allerdings sind sie auf dem Grundstück zusammengerückt und sind nun etwas weiter von der Nachbarliegenschaft entfernt. Ihn störe es aber, dass sich niemand um die Bewilligung schere. «Es kann doch nicht sein, dass man sich einfach über alles hinwegsetzt und niemand unternimmt etwas dagegen.»

Die Gemeinde bleibt zuständig

Bereits kurz nach Ankunft der neuen Gruppe in Hefenhofen war die Kantonspolizei Thurgau auf dem Platz. «Wir bekamen am Sonntagnachmittag eine Meldung der Gemeinde Hefenhofen, dass wieder Fahrende auf dem Platz seien und rückten dabei zur Überprüfung der Meldung vor Ort aus», bestätigt Mediensprecher Mario Christen.
Einen Grund, die Fahrenden wegzuweisen, gab es nicht.

«Grundsätzlich sind im Kanton Thurgau die Gemeindebehörden für die Fahrenden zuständig. Bei Bedarf bietet die Kantonspolizei Thurgau ihre Unterstützung an und leistet bei Problemen Hilfe. In diesem Fall liegt die Zuständigkeit nach wie vor bei der Gemeinde und dem betreffenden Grundstücksinhaber, da es sich um Privatgrund handelt», sagt Mario Christen. Bei konkreten Anzeigen würde die Polizei jedoch Massnahmen prüfen. Aktuell werden Kontrollfahrten durchgeführt, um die Situation im Auge zu behalten.


Der Hefenhofer Gemeindepräsident Andreas Diethelm war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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