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In Gottlieben übernimmt der Vizepräsident das Ruder

Drei Wechsel im Gemeinderat: Die Gemeindeversammlung Gottlieben hat die Exekutive für die neue Legislatur bestimmt. Zudem will die kleinste Gemeinde des Kantons selbstständig bleiben.
Nicole D'Orazio
Der neue Gemeinderat von Gottlieben ab 1. Juni: Ursula Gerster, Bruno Schärer, Präsident Paul Keller, Sandro Kappler und Roland Hugentobler. (Bild: Nicole D'Orazio)

Der neue Gemeinderat von Gottlieben ab 1. Juni: Ursula Gerster, Bruno Schärer, Präsident Paul Keller, Sandro Kappler und Roland Hugentobler. (Bild: Nicole D'Orazio)

Gottlieben hat einen neuen Gemeindepräsidenten: Paul Keller ist an der Versammlung am Dienstag mit einem glanzvollen Resultat gewählt worden. Der bisherige Vizepräsident erhielt von den 54 anwesenden Stimmbürgern 49 Stimmen. «Das freut mich sehr und nehme die Wahl gerne an», sagt er und strahlt. Keller löst Lisa Raduner ab, die nach vier Jahren als Präsidentin und insgesamt sechs Jahren in der Exekutive zurücktritt.

Im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen für die Legislatur 2019 bis 2023 wurde die Gottlieber Exekutive wieder komplettiert. Die Bisherigen Ursula Gerster und Roland Hugentobler erhielten 50 respektive 49 Stimmen. Neu gewählt wurden Sandro Kappler (50) und Bruno Schärer (49).

Eine Fusion ist vorerst kein Thema mehr

Da sich neue Leute für die Mitarbeit im Gemeinderat motivieren liessen, sei die Selbstständigkeit des Dorfes auf weiteres gesichert, sagt Raduner. Eine mögliche Fusion ist seit rund einem Jahr immer wieder Thema in der kleinsten Gemeinde des Kantons Thurgau. «Wir haben letztes Jahr den Auftrag erhalten, eine mögliche Fusion anzuschauen. Heute wollen wir diesen mit einer Abstimmung beenden», sagt Keller.

Die Diskussion sei aus finanziellen Überlegungen aufgekommen, da die Gemeinde Verluste schrieb und die Steuern erhöhen musste. «Die Finanzen können sich schnell ändern. Heute stehen wir gut da. Und von aussen gibt es keinen Druck, unsere Selbstständigkeit aufzugeben.» Er fände es jedoch gut, wenn man als kleine Gemeinde schauen würde, wo man mit anderen zusammenspannen könne.

Die Bürgergemeinde hat kein Interesse

Die Gottlieber sehen das gleich. Mit zwei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen wird zugestimmt, dass die Gemeinde selbstständig bleibt. Mehr zu reden gibt der zweite Antrag: Die politische soll mit der Bürgergemeinde das Gespräch suchen und prüfen, ob eine Fusion wünschenswert und machbar sei.

«Die Abstimmung ist überflüssig. Die Bürgergemeinde hat diesbezüglich keinerlei Absichten und Interesse»

sagt deren Präsident Hans Wittich. Er fände ein Zusammenschluss problematisch, da die politische Gemeinde auf einmal Begehrlichkeiten haben könnte bezüglich der kulturellen Interessen, die heute vom Bürgerrat koordiniert werden, meint Urs Brauchli. Paul Keller hingegen wünscht sich einen Austausch, dieser wäre wertvoll. Knapp mit 23:22 fällt die Abstimmung für Gespräche aus.

Zugestimmt wird auch, dass Gottlieben bezüglich des Elektrizitätswerks mit Tägerwilen und den Technischen Betrieben Kreuzlingen Gespräche für eine engere Zusammenarbeit führen soll.

Vizepräsident Paul Keller verabschiedet Lisa Raduner. (Bild: Nicole D'Orazio)

Vizepräsident Paul Keller verabschiedet Lisa Raduner. (Bild: Nicole D'Orazio)

Lisa Raduner wird verabschiedet

Zum Schluss verabschiedet Keller Lisa Raduner: «Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit. In diesen Jahren haben wir für unser Dorf viele wichtige Grundlagen für die Zukunft gelegt», sagt er. Die Präsidentin hätte stets die Fäden in der Hand gehabt und auch den einen oder anderen Sturm bewältigt.

Rechnung schliesst besser als angenommen

Die Rechnung 2018 schliesst deutlich besser als budgetiert. Es resultiert ein geringer Verlust von rund 5850 Franken anstelle eines budgetierten Minus von 209'000 Franken. «Wir haben deutlich mehr Steuern eingenommen», begründet Gemeinderat Roland Hugentobler. Auch bei den Parkplatzgebühren sei mehr rein gekommen und bei einigen Posten wurde weniger ausgegeben.

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