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In Erlen kommt das Essen frisch auf den Tisch

Die beiden 80-jährigen Senioren Rosmarie und Otto Peter versorgen Menschen, die nicht selber kochen können, mit Mahlzeiten. Wie lange sie den Dienst noch leisten können, hängt von ihrer Gesundheit ab.
Monika Wick
Rosmarie und Otto Peter betreuen den Mahlzeitendienst im heimischen Büro. (Bild: Monika Wick)

Rosmarie und Otto Peter betreuen den Mahlzeitendienst im heimischen Büro. (Bild: Monika Wick)

Dass Rosmarie Peter und ihr Ehemann Otto Peter schon über 80 Jahre alt sind, würde man den beiden nicht geben. Mit viel Elan pflegen die Eheleute ihr Haus samt Garten im Nussbaumacker oder hüten ihre Enkelkinder.

Doch damit ist das umtriebige Ehepaar noch nicht ausgelastet. Rosmarie Peter leitet seit rund 20 Jahren den Mahlzeitendienst der Gemeinde Erlen, ihr Mann Otto unterstützt sie seit seiner Pensionierung vor rund 15 Jahren in administrativen Dingen. Zudem gehört er dem elfköpfigen – aus Rentnern bestehenden – Team an, das für die zuverlässige Auslieferung der Mahlzeiten verantwortlich ist.

«Gegründet wurde der Mahlzeitendienst vom Frauenverein Erlen. Seit dessen Auflösung ist die politische Gemeinde die Trägerschaft», erklärt Rosmarie Peter. «Damals sagte jemand, dass ich die Leitung übernehmen soll, ich hätte ja die Zeit dazu», fügt sie lachend hinzu.

Für Menschen, die nicht mehr selber für sich kochen können

Aktuell beliefert der Mahlzeitendienst rund ein halbes Dutzend Personen, die in seinem Einzugsgebiet leben. Dazu gehören neben Erlen Riedt, Buchackern, Ennetaach, Kümmertshausen und Engishofen. Das Angebot richtet sich an Personen, die wegen des Alters, Krankheit oder Unfall nicht mehr selber kochen können.

«Zur Entlastung können beispielsweise auch Mütter, die gerade ein Kind geboren haben oder erkrankt sind, vorübergehend den Mahlzeitendienst nutzen», erklärt Rosmarie Peter. Zubereitet werden die Menus, die aus Suppe, Salat, dem Hauptgang und einem Dessert bestehen, in der Küche des Alters- und Pflegeheims Eppishausen.

Komplettes Menue in der Box

Das Küchenteam legt dabei grossen Wert auf schmackhafte und abwechslungsreiche Gerichte in bester Qualität und genügender Menge. «Dabei beträgt der Preis für das komplette Menü lediglich 11.50 Franken», sagt Otto Peter.

Die Speisen, die in hygienischen Transportbehältern bereitgestellt werden, überbringen die Fahrer je nach den Bedürfnissen der Kunden von Montag bis Samstag zwischen 8.30 und 9.30 Uhr. «Wenn jemand den Mahlzeitendienst auch am Sonntag benötigt, wird die Mahlzeit ebenfalls am Samstag geliefert. So sind alle 365 Tage abgedeckt», sagt Rosmarie Peter.

Die Speisen sind bei der Lieferung kalt und können in der Mikrowelle erwärmt werden. Für Kunden, die über kein eigenes Gerät verfügen, besteht die Möglichkeit, für fünf Franken pro Monat eines zu mieten. Für Rosmarie und Otto Peter erfüllt der Mahlzeitendienst neben der Lieferung der Gerichte einen weiteren, wichtigen Aspekt. «Vielen Bezügern ist es wichtig, ein kurzes Gespräch führen zu können», sagen sie. «Zudem bemerken wir oftmals als Erste, wenn etwas nicht stimmt und können Angehörige informieren oder anderweitig reagieren», fügt Rosmarie Peter hinzu.

Eine Prognose, wie lange sie sich noch für den Mahlzeitendienst engagieren möchten, vermögen Rosmarie und Otto Peter nicht abzugeben. «Es ist eine sehr dankbare Aufgabe. Solange wir gesund sind, machen wir sicher weiter», erklären sie.

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