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In Egnach geben die hohen Investitionen zu reden

Die Bürger der Gemeinde Egnach segnen die Rechnung und den Geschäftsbericht nach zwei Wortmeldungen ab. Christina Holzer und Michael Waldburger waren zum letzten Mal als Gemeinderäte dabei.
Sheila Eggmann
Treten aus dem Gemeinderat aus: Michael Waldburger und Christina Holzer. (Bild: Sheila Eggmann)

Treten aus dem Gemeinderat aus: Michael Waldburger und Christina Holzer. (Bild: Sheila Eggmann)

Zur Rechnungsversammlung sind mehr Bürger gekommen, als erwartet wurden. Die 160 Stühle in der Rietzelghalle sind bis auf den letzten Platz besetzt, ein paar mehr werden extra aufgestellt. Gemeindepräsident Stephan Tobler begrüsst die Anwesenden mit den Worten: «Wir freuen uns, eine gute Rechnung präsentieren zu können.» Besagte Rechnung schliesst mit einem Gewinn von 362800 Franken ab, besser als budgetiert. Die Gemeinde schreibt damit seit über 20 Jahren schwarze Zahlen. Im Bereich Kultur und Freizeit wurde mehr ausgegeben und im Bereich Finanzen und Steuern mehr eingenommen, als budgetiert worden war.

«Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft»

Die Gemeinde Egnach hat in den vergangenen Jahren viel investiert. Die Nettoinvestitionen liegen im 2018 bei rund 7,3 Millionen Franken und damit deutlich über den Werten der letzten zehn Jahren. Die Ausgaben in die Höhe treibt die Sporthalle, die im letzten Jahr mit 4,2 Millionen Franken zu Buche schlug bei Gesamtkosten von 11.6 Millionen Franken. Der Strassenbau mit 1,36 Millionen Franken und die Sanierung des Gemeindehauses mit 430000 Franken fallen ebenfalls ins Gewicht. «Trotz der hohen Investitionen blicken wir zuversichtlich in die Zukunft», sagt Tobler. Dies dank des guten Abschlusses in der Erfolgsrechnung und des Eigenkapitals von kumuliert rund 12,5 Millionen Franken. Die Nettoschuld von rund 13 Millionen Franken werde sich in den nächsten Jahren verkleinern: «Die Spitze der Investitionen ist erreicht.»

Das begrüsst auch ein Versammlungsteilnehmer in einer Wortmeldung. Er verweist auf die 2.9 Millionen Franken teure Renovation des Gemeindehauses und die «unglückliche Situation» beim Bahnhof Egnach und sagt:

«Es ist Zeit für eine grundsätzliche Kurskorrektur.»

Der Egnacher fordert die Gemeinde auf, einen Sparvorschlag auszuarbeiten und erntet dafür einen kleinen Applaus. Sein Vorschlag: Die Ausgaben von 2020 sollen diejenige der Rechnung 2018 nicht übersteigen. Tobler erwidert: «Die Idee ist theoretisch gut, aber praktisch nicht umsetzbar.» Der Antrag wird in der anschliessenden Abstimmung abgelehnt.

Kritisiert werden ausserdem in einer weiteren Wortmeldung die Abschreibungen: Es sei zu viel abgeschrieben worden, um den Erfolg zu vermindern und keine Steuersatzsenkung zu erzwingen. Michael Benz, Präsident der Geschäfts - und Rechnungsprüfungskommission, verteidigt die hohen Abschreibungen und sagt: «Die Vorwürfe sind absoluter Blödsinn. Die Abschreibungen waren nötig.»

«Sein Knowhow wird schwer zu ersetzen sein»

Die Egnacher erteilen sechs Frauen das Gemeindebürgerrecht. Es sind Dijana Dimoska, Selime Ismaili und Arijeta Fazlija aus Mazedonien, Anja Gebhardt aus Deutschland sowie Vanja Maria Gioia und Antonella Minosi aus Italien.

Am Ende der Versammlung verabschiedet Tobler Christina Holzer und Michael Waldburger aus dem Gemeinderat. Holzer habe das Ressort Soziales vorbildlich und mit hoher Motivation geleitet. «Wir werden ihre kritische Haltung vermissen.» Waldburger, seit 2007 im Gemeinderat, Ressort Kultur, Tourismus und Sport, habe ein extremes Wissen über die Gemeinde. «Sein Knowhow wird schwer zu ersetzen sein», sagt Tobler.

Unerwarteter Gewinn bei der Volksschulgemeinde

Das diesjährige Highlight der Volksschulgemeinde war die Einweihung des neuen Doppelkindergartens. «Wir haben den Neubau mit grosser Freude bezogen. Die Räumlichkeiten bewähren sich», sagt Schulpräsidentin Katrin Bressan.

Die Schulgemeinde hat im vergangenen Jahr nicht nur in Gebäude, sondern auch in neue Informatik-Hardware für die älteren Kinder investiert. «Das Fach Medien und Informatik wird weiter ausgebaut und zunehmend komplex», begründet Vizepräsident Pascal Leuthold den Kauf von Laptops. Als Nächstes steht die Umnutzung der alten Turnhalle an. Sie wird zur Aula umgebaut, dazu stehe ein Grundkonzept. Über den Kredit könne abgestimmt werden, sobald die Schlussrechnung für den Bau des Kindergartens vorliege.

Die Rechnung der Schule schliesst mit einem Gewinn von rund 100000 Franken ab. Budgetiert war ein Verlust von 57500 Franken. Grund für den Unterschied waren vor allem Mehreinnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern.

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