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In Bottighofen gehen die Steuereinnahmen zurück

Erstmals seit langem schliesst die Rechnung mit einem Verlust. Auf die Gemeinde Bottighofen kommt zudem die unerwartete Sanierung der Spundwand im Hafen zu.
Nicole D'Orazio

«Nun ist Tatsache, was wir schon lange vermutet haben. Die Steuereinnahmen sinken», sagt Urs Siegfried, Gemeindepräsident von Bottighofen an der Versammlung am Mittwoch. «Zum ersten Mal seit langem schliesst eine Rechnung mit einem Verlust ab. Ohne die Einnahmen aus der Gewinnsteuer wäre das Defizit noch höher.» Es habe sich bestätigt, dass aufgrund der Altersstruktur in der Gemeinde die Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen schwanken und nach unten tendieren. «Künftig werden wir den Finanzausgleich nicht mehr ohne eine Steuererhöhung stemmen können.»

Die Rechnung 2017 schliesst mit einem Minus von 278600 Franken. «Das ist dank den Einnahmen aus den Grundstückgewinnsteuern leicht besser als der budgetierte Verlust von 383500 Franken», sagt Christina Bührer, Gemeinderätin Ressort Finanzen. Der kantonale Finanz- und Leistungsausgleich sei wegen der Einwohnerzahl leider nochmals um 50000 Franken angestiegen und habe im letzten Jahr 990064 Franken betragen. Die Steuerkraft liegt bei 4043 Franken pro Einwohner. Die 61 anwesenden Stimmberechtigten genehmigten die Rechnung 2017 einstimmig. Der Verlust wird dem Eigenkapital belastet.

Die Baumassenziffer löst die Ausnützungsziffer ab

Einigkeit herrschte auch bei der Genehmigung der Rahmennutzungspläne, also dem Zonenplan und dem Baureglement. «Die alten Planungsreglemente stammen noch vom Anfang der 1980er-Jahre», sagte Siegfried. Eine Neuerung sei, dass nicht mehr die Ausnützungsziffer, sondern die Baumassenziffer eine Rolle spielt. Und die Wohnzone am See sei nochmals überprüft worden und man habe mit allen Betroffenen eine Lösung gefunden. Man hoffe, dass die Rahmennutzungspläne auf den 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt werden können. Der Kanton müsse sie zuvor bewilligen.

Kälte und Eis haben die Mauer beschädigt

«Die extreme Kälte und Bise im Februar hat uns ein unerwartetes Problem beschert», sagt Siegfried. Der Wasserstand sei hoch gewesen und es sei zu einer aussergewöhnlichen Eisbildung gekommen. «Dabei wurde die Spundwand im Hafen beschädigt. Es sind grössere Löcher in der Mauer entstanden. Da steht uns leider eine grössere Sanierung bevor.» Im Juni werden Taucher die Situation nochmals genau erörtern.

In der Badi Röösli soll der Betrieb am 15. Juni aufgenommen werden. «Es kam zu Verzögerungen, weil im alten Gebäude vor dem Abbruch noch Asbest entsorgt werden musste», sagt der Gemeindepräsident. Neben dem neuen Garderobenhaus und dem Kiosk habe man auch die Feuerstellen erneuert. «Das haben unsere Werkhof-Stifte zusammen mit denen von Erni gemacht.»

Auch die Schule Bottighofen nimmt weniger Steuern ein

Auch die Rechnung 2017 der Primarschulgemeinde Bottighofen schliesst mit einem Defizit, und zwar von -511500 Franken. «Auch bei uns sind tiefere Steuereinnahmen der Grund», sagt Schulpräsident Michael Thurau. Aus den Vorjahren seien sogar Rückzahlungen zu verzeichnen gewesen und der Anteil am Finanzausgleich sei erneut gestiegen. «Diesmal um 58000 Franken.» Zudem sei die Entwicklung bei den Kinderzahlen leider rückläufig. «Eventuell müssen wir in Zukunft die Steuern erhöhen», meint Thurau. Die 50 Schulbürger genehmigten die Rechnung. In der Behörde sei es zu einigen Ressortwechseln gekommen, informiert der Schulpräsident. Rico Lauper führt nun das Ressort Sport und Unterhalt, André Schwarz die Finanzen und das neue Behördenmitglied Dario My ist Aktuar.

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