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In Bischofszell lockt eine kulinarische Entdeckungsreise

Die exotischen Gerichte, die beim Projekt «Bei der Welt zu Tisch» serviert werden, finden ein begeistertes Publikum. Die erste Bilanz fällt erfolgreich aus.
Georg Stelzner
Die Organisatorinnen Renate Hein und Charlotte Kehl während einer Besprechung mit einer mongolischen Gastgeberin. (Bild: Georg Stelzner)

Die Organisatorinnen Renate Hein und Charlotte Kehl während einer Besprechung mit einer mongolischen Gastgeberin. (Bild: Georg Stelzner)

Die Befürchtung, dass die Bevölkerung den Organisatoren die kalte Schulter zeigen und die exotischen Gerichte verschmähen könnte, erwies sich als unbegründet. Charlotte Kehl, die das Projekt mit Jutta Benedix, Renate Hein, Pia Stähli und Peter Frei auf die Beine gestellt hat, neigt nicht zu vorschneller Euphorie und war bezüglich der Prognosen zurückhaltend.

Nach Abschluss der ersten Staffel gesteht sie nun, dass ihre Erwartungen zum Teil sogar übertroffen worden seien: «Mich beeindruckt, mit welcher Freude die Gastgeber, unter denen sich auch Flüchtlinge befinden, ans Werk gehen.» Auch mit der Gästezahl sei sie zufrieden.


An den fünf Samstagen, die der September heuer hatte, konnten Speisen aus Afghanistan, Somalia, Syrien, Eritrea und der Mongolei bestellt werden. Nach einer einmonatigen Pause geht es im November weiter. Wieder vertreten sein werden Afghanistan, Somalia und die Mongolei sowie als neues Land der Irak.

Erfolgreiches Kulturenfest als Initialzündung

«Bei der Welt zu Tisch» solle das Interesse an der Kultur und Ku-
linarik anderer Länder wecken, erklärt Charlotte Kehl. Ob daraus ein nachhaltiger Effekt resultiert, vermöge sie nicht zu sagen. Man dürfe nicht zu viel erwarten. Sie hoffe jedoch, die Aufgeschlossenheit gegenüber dem Fremden fördern zu können.

Den Anstoss zur Lancierung des Projekts hat laut Kehl das vielbesuchte Kulturenfest im August 2017 gegeben. An zwei Dutzend Ständen wurden damals Speisen aus aller Welt angeboten. Der Wunsch, etwas Vergleichbares wieder durchzuführen, drang an Charlotte Kehls Ohr. Als das Bistro zu Tisch diesen Sommer den Betrieb einstellte und sich die Frage nach der weiteren Nutzung stellte, schlug die Geburtsstunde des Projekts.

Dalai Hu Gavaa aus Bischofszell bietet mit zwei Kollegen am Büffet mongolische Spezialitäten an. (Bild: Georg Stelzner / 29. September 2018)

Dalai Hu Gavaa aus Bischofszell bietet mit zwei Kollegen am Büffet mongolische Spezialitäten an. (Bild: Georg Stelzner / 29. September 2018)

Peter Frei, der Besitzer des Lokals, konnte sich für die Idee begeistern. Nachdem es gelungen war, die Stadt und das Solidaritätsnetz Bischofszell ins Boot zu holen, erfolgte am Samstag, 1. September, der Startschuss.

Manchmal braucht es einen Dolmetscher

Ein Problem könne die Verständigung mit den Angehörigen der verschiedenen Nationen sein, räumt Kehl ein. Manchmal benötige man einen Dolmetscher. Zudem handle es sich um keine Profis, weshalb Nachsicht geboten sei, wenn nicht gleich alles wie am Schnürchen klappt. Verbesserungsbedarf ortet Kehl zum Beispiel im Servicebereich.

Jürgen Traunig, Wirt im Gasthaus Hirschen, verhehlt nicht, anfänglich skeptisch gewesen zu sein. Mittlerweile kennt er das Projekt aus eigener Erfahrung und betrachtet es aufgrund der recht unterschiedlichen Ausrichtung nicht als Konkurrenz, sondern als gastronomische Bereicherung.

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