In Amriswil sollen einheimische Pflanzen blühen

Vor einem Jahr wandte sich die Grüne Partei Amriswil an den Stadtrat mit dem Wunsch, ein Konzept zur Förderung der Biodiversität zu erarbeiten. Auf öffentlichen Flächen seien wo möglich entsprechende Massnahmen zu treffen.

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Amriswil hat viele Grünflächen.

Amriswil hat viele Grünflächen.

(Bild: Manuel Nagel)

(red) Der Stadtrat hat die Kommission Energie, Natur und Umwelt (Kenu) beauftragt, sich mit dem Anliegen zu befassen. Unabhängig davon hat der Kanton Thurgau die Initiative «Vorteil naturnah» gestartet und in den beiden Gemeinden Eschlikon und Sirnach Pilotprojekte umgesetzt. Die Gemeinden werden im Rahmen dieses Projekts unterstützt, die öffentlichen Flächen im Siedlungsgebiet naturnah zu gestalten und somit die Biodiversität zu fördern.

Kanton Thurgau beteiligt sich an den Kosten

Mit einer entsprechenden Vereinbarung mit dem Kanton leistet dieser einerseits einen Beitrag an das Grundlagenpapier (50 Prozent der Kosten; maximal 8000 Franken) sowie an die Aufwertungsmassnahmen, die bis 2023 realisiert sind (50 Prozent; maximal 50000 Franken, davon je die Hälfte nach fachgerechter Umsetzung sowie positiver Nachkontrolle zwei Jahre später). Nach dem Projekt (Erstellung bis ins Jahr 2023, Abschluss im Jahr 2025) gibt es keine zwingenden Nachfolgeprojekte und Verpflichtungen.

242 öffentliche Grünflächen auf dem Gemeindegebiet

Gemäss Vorbereitungsarbeiten des Werkhofs befinden sich im Siedlungsgebiet 179 öffentliche Grünflächen und ausserhalb des Siedlungsgebietes deren 63. Die Kenu hat dem Stadtrat beantragt, am Projekt teilzunehmen und die Erstellung eines Grundlagenpapiers in Auftrag zu geben. Dem hat der Stadtrat in der Sitzung vom 31. März zugestimmt. Im Rahmen von «Vorteil naturnah» ist gemäss Vorgaben des Kantons ein Grundlagenpapier für Flächen innerhalb des Siedlungsgebietes zu erarbeiten. Ergänzend dazu ist auch für Flächen ausserhalb des Siedlungsgebietes ein Grundlagenpapier zu erarbeiten, wobei diese Kosten vollumfänglich zu Lasten Stadt fallen.

Für insgesamt 26178 Franken wurde die Erarbeitung dieser beiden Grundlagenpapiere in Auftrag gegeben. Über die Umsetzung der Aufwertungsmassnahmen entscheidet der Stadtrat nach Abschluss der ersten Projektphase.