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In Amriswil singt die Waldsäge

Alte Werkzeuge waren Thema des Museumssonntags im Bohlenständerhaus im Schrofen. Das Publikum erlebte ein paar nostalgische Momente.
Trudi Krieg
Die alten Werkzeuge kamen im Bohlenständerhaus zum Einsatz. (Bild: Trudi Krieg)

Die alten Werkzeuge kamen im Bohlenständerhaus zum Einsatz. (Bild: Trudi Krieg)

Der pensionierte Bauer Franz Räss aus Oberegg holte am Sonntag beim Bohlenständerhaus alte Werkzeuge aus der Museumsruhe und zeigte, was man damit alles machen konnte; ohne Motor, aber mit Muskelkraft.
Es herrschte ein wenig von Ballenbergstimmung in Oberaach. Viele Besucher genossen die Sonnenstunden und schauten dem «Opa» zu, wie er sich am Feierabend nützlich machte.

Manchmal war auch Mithilfe gefragt, denn zum Beispiel einen Holunderstamm durchsägen mit der Waldsäge kann man nur zu zweit, schön im Takt: «Ritsch, ratsch, ritsch, ratsch ... .» Auch um einen Pfahl zu schälen, braucht es jemanden zum Anstemmen.

Sägen in allen Ausführungen

Sägen gibt es in vielen Variationen. Mit einem Fuchsschwanz kann jemand allein kleinere «Tremmel» durchtrennen. Holz spalten und kleine Spälten zum Anfeuern machen geht auch allein. Franz Räss zeigte ein meisterhaftes Geschick darin und wusste offenbar, wie man «Spiese» vermeidet, auch ohne Handschuhe.

Aus Reisig vom Vogelbeerstrauch band er einen Besen, kürzte die Reiser ein und versah das Ganze mit einem Stiel. Das habe er noch vom Vater abgeschaut und nachgemacht, bald aber die Besen für den Eigengebrauch gekauft. Das Holz für die Winterfeuerung werde aber noch da und dort in traditioneller Weise mit Beil und Axt von Hand zugerüstet. Der Lohn sind dann gemütliche Stunden am warmen Kachelofen.

Beim Büscheli-Binden Geschichten erzählen

Viele Zuschauer genossen die warmen Sonnenstunden vor dem Bohlenständerhaus und liessen sich mit Kuchen und Kaffee bedienen. Franz Räss gab bereitwillig Auskunft und zeigte auf Wunsch auch alte Werkzeuge im Webkeller, und natürlich konnte das ganze Bohlenständerhaus besichtigt werden.


Mit etwas Fantasie könnten hier auch Geschichten entstehen, friedliche und andere: die dunkle Kellertreppe, die mächtigen Werkzeuge. Vielleicht hat man sich an Feierabenden beim «Büschelimachen» Geschichten erzählt und ist näher zusammengerückt dabei.

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